Kulturpreis 2016 des Main-Kinzig-Kreises geht an Back und Herzog-Hellstén

11. Oktober 2016
Kinzigtal

Der Kulturpreis 2016 des Main-Kinzig-Kreises geht an den Musiker Peter Back (Linsengericht) und die Künstlerin Merja Herzog-Hellstén (Hanau). Den Förderpreis erhält der junge Komponist Philipp Christoph Mayer (Gelnhausen). Ein Sonderpreis geht an den Kleinkunstkreis Märzwind (Wächtersbach).

Das teilte die Pressestelle des Main-Kinzig-Kreises mit. Insgesamt 18 Vorschläge hatten die Mitglieder der neu zusammengestellten Kulturpreis-Jury in diesem Jahr auszuwerten. Am Ende der ausführlichen Beratungen konnte Professor Dr. Heinz Schilling, der einstimmig als Juryvorsitzender wiedergewählt wurde, die Entscheidung mitteilen.

„Auch für die bevorstehende 40. Verleihung des Kulturpreises konnten wir herausragende Persönlichkeiten und Institutionen nominieren“, fasst er gemeinsam mit der Ersten Kreisbeigeordneten und Kulturdezernentin Susanne Simmler die Eindrücke zusammen. Als Produzent, Komponist, Arrangeur, Musiker und Pädagoge erhält Peter Back aus Linsengericht den Kulturpreis in der Sparte Musik.

„Am Saxophon hat er es zu vollkommener Meisterschaft gebracht und ist vielgefragter Solist regional und überregional“, sagt die Kulturdezernentin. Er gründete mehrere renommierte Ensembles, darunter das hr-Jazzensemble, das Main-Kinzig-Jazz-Quartett und die Bigband 17m und gestaltete zahlreiche Konzerte sowie CD-, Funk- und Fernsehproduktionen. „Peter Back ist ein mitreißender Musiker, der viele andere Künstler begleitet und bis heute geprägt hat.“

Die im finnischen Lohja geborene und in Hanau lebende freischaffende Künstlerin Merja Herzog-Hellstén ist seit vielen Jahren als Bildhauerin tätig und konnte bei zahlreichen Ausstellungen unter anderem in Deutschland, Frankreich, USA, Senegal und Südkorea ihre Werke präsentieren. Eine Vielzahl an internationalen Stipendien und Auszeichnungen wurden ihr als Anerkennungen für ihre künstlerisch hervorragenden Arbeiten zuteil.

Im Fach Bildhauerei ist sie eine vielgefragte Dozentin, unter anderem nahm sie an der Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst Frankfurt (Städel) von 2011 bis 2013 einen Lehrauftrag wahr. „Merja Herzog-Hellstén beeindruckt mit Perfektion, Brillanz und Artistik und ist dank ihrer internationalen Reputation ein Aushängeschild für Spitzenleistungen des Kunstschaffens im Main-Kinzig-Kreis“, bewertet Prof. Dr. Schilling.

Der Nachwuchsförderpreis geht in diesem Jahr an den jungen Gelnhäuser Komponisten, Pianisten und Schlagzeuger Philipp Christoph Mayer. Er ist 22 Jahre alt und studiert derzeit an der Münchener Musikhochschule Komposition. Im Rahmen zweier Auslandssemester im Pariser „Conservatoire nationale superiér de musique et danse“ absolvierte er die dortigen Prüfungen mit Bestnoten. Für seine Kompositionen erhielt er bereits zahlreiche Anerkennungen und Preise. Zum Beispiel setzte er sich in diesem Jahr mit seinem Werk „Tin Can Phone“ beim hochschulinternen Wettbewerb durch.

Ein Sonderpreis wird an den Kleinkunstkreis Märzwind aus Wächtersbach vergeben. „Märzwind steht seit langer Zeit für Kleinkunstveranstaltungen und Ausstellungen auf hohem Niveau und mit viel Weitblick“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. So wurden im jährlich stattfindenden Wächtersbacher Kunstsalon bislang nicht nur bekannte Kulturpreisträger des Main-Kinzig-Kreises präsentiert, sondern auch Künstler, die später als solche geehrt worden sind.

Die Kulturinitiative besteht seit 1984 und ist somit seit über 30 Jahren „ein verdienstvoller Kulturanbieter und -vermittler im Main-Kinzig-Kreis“. Die feierliche Kulturpreisverleihung findet am Mittwoch, 2. November, um 19 Uhr im Barbarossasaal des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen statt. / KN