„Ping Calls“: Verpasster Anruf aus Afrika kann Rückruf-Abzocke sein

11. Oktober 2017
Osthessen

Eine Telefonabzocke macht zurzeit die Runde: Telefonbetrüger rufen aus Nordafrika oder Osteuropa deutsche Telefonnummern an, lassen es kurz klingeln und legen auf. Ruft man zurück, entstehen unnötige Kosten.

Auch in Osthessen wurden bereits Telefonanschlüsse angewählt, ein finanzieller Schaden ist der Polizei jedoch noch nicht bekannt geworden.

Die Betrüger wählen laut Polizei eine beliebige deutsche Telefonnummer aus dem Festnetz oder dem Handy. Das Telefon klingelt nur einmal, oder maximal einige Sekunden, dann legt der Anrufer auf. Ruft man zurück, muss man mindestens drei Euro pro Minute zahlen.

Erlaubt sind solche Anrufe nicht, Betroffene sollten sie der Bundesnetzagentur (BNetzA) melden. Dafür gibt es ein Formular auf deren Webseite.

Hinter der Masche stecken sogenannte „Ping Calls“. Es handelt es sich dabei nach Angaben der Polizei um Computerprogramme, die Telefonnummern über das Zufallsprinzip anwählen. Die Betrüger wollen damit einen Rückruf erzwingen. Die Polizei rät dazu, die merkwürdigen und unbekannten Nummern, die oftmals mit 00 beginnen, zu ignorieren.

Betrüger „pingen“ mitunter auch mit Nummern aus dem Inland und missbrauchen dann meist sogenannte Mehrwertdienstnummern, also Nummern, die mit Vorwahlen wie 0180, 0137 oder 0900 beginnen. / lai, dpa