Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt Windpark Breitenbach

23. Dezember 2016
Schlüchtern/Darmstadt

Der bei Schlüchtern-Breitenbach geplante Windpark mit neun Anlagen kann errichtet werden. Die Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt des Regierungspräsidiums Darmstadt hat am Freitag eine entsprechende immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt.

Das teilte das Regierungspräsidium Darmstadt mit. Lesen Sie nachfolgend die Pressemitteilung des Regierungspräsidiums im Wortlaut:

Der Vorhabensträger, die TurboWind Energie GmbH aus Hannover, hatte beim Regierungspräsidium einen Antrag auf Erteilung von immissionsschutz­rechtlichen Genehmigungen zur Errichtung und zum Betrieb der Windkraftanlagen vom Typ Enercon E115 mit einer Spitzenhöhe von 207 Meter (Nabenhöhe 149 Meter und Rotordurchmesser 116 Meter) sowie einer Nennleistung von jeweils 3MW und einer Anlage Enercon E82 E2 mit einer Spitzenhöhe von 179 Meter (Nabenhöhe 138 Meter und Rotordurchmesser 82 Meter) sowie einer Nennleistung von 2,3MW gestellt.

Für das Vorhaben wurde zudem eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Die Anträge mit den zugehörigen Unterlagen für das Projekt hatten vom 18. Juli bis 17. August 2016 zur öffentlichen Einsichtnahme in den vier umliegenden Kommunen und beim Regierungspräsidium ausgelegen. Bis zum Ende der dafür maßgeblichen Frist am 31. August 2016 hatten circa 100 Personen und Institutionen Einwände dagegen erhoben.

Außerdem wurden dem RP Unterschriftenlisten einer Bürger-Petition gegen Windkraftanlagen vorgelegt. Die Einwendungen betrafen – wie bei vielen anderen Windkraft-Projekten – vor allem den Naturschutz, das Landschaftsbild sowie Schall-/Schatten- und Lichtimmissionen. Wie das Regierungspräsidium weiter erläutert, wurden bei Prüfung des Antrages in dem nun abgeschlossenen Genehmigungsverfahren zahlreiche Stellungnahmen von Fachbehörden und der betroffenen Kommune eingeholt.

Auch stimmte die Stadt Schlüchtern dem Vorhaben zu. Grundlage der Genehmigungsentscheidung waren fachliche Gutachten, unter anderem Schall- und Schattenwurfprognose, ein Turbulenzgutachten und diverse Gutachten zum Natur- und Artenschutz. Bedenken und Anregungen der Einwender wurden – soweit zulässig – in die Nebenbestimmungen des RP-Bescheides mit aufgenommen.

So werden unter anderem entsprechende Vorkehrungen getroffen, um dem Schutz und den Interessen der in der Nähe wohnenden Menschen Rechnung zu tragen. Beispielsweise sind – zur Einhaltung der maximal möglichen Beschattungsdauer – einzelne Anlagen mit einer Abschaltautomatik ausgerüstet.

Mit der Errichtung und dem Betrieb der Anlagen sind auch Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden. Die Eingriffe konnten zugelassen werden, weil sie auf ein Mindestmaß beschränkt wurden und vollständig durch Ersatz- oder Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden.