Schlagabtausch: Bundestagskandidaten diskutieren am 11. September in Schlüchtern

10. September 2017
Schlüchtern

Zu einer Podiumsdiskussion haben die Kinzigtal Nachrichten sieben Bundestags-Direktkandidaten im Wahlkreis 175 Main-Kinzig – Wetterau II – Schotten eingeladen. Beginn der Debatte ist am Montag, 11. September, um 19 Uhr. Einlass ist ab 18.30 Uhr.

Die Lokalredaktion unserer Zeitung hat zu diesem Schlagabtausch um das Direktmandat im hiesigen Bundestagswahlkreis all jene Bewerberinnen und Bewerber gebeten, deren Parteien oder Wählergruppen im demokratischen Spektrum angesiedelt sind.

Die Direktkandidaten werben im jeweiligen Wahlkreis um die Erststimme. Deshalb sind sie auf dem Stimmzettel, der in den Wahllokalen ausgeteilt wird oder mit den Briefwahlunterlagen zugeschickt wird, auch namentlich aufgeführt. Gewinner ist derjenige, der die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann, also die relative Mehrheit erzielt.

Der aktuelle Inhaber des Direktmandats, der seinen Status als Wahlkreisabgeordneter am 24. September verteidigen will, ist Dr. Peter Tauber (CDU) aus Gelnhausen. Der gelernte Historiker ist seit 2009 Mitglied des Bundestags. Seit Dezember 2013 steht der 43-Jährige auf Wunsch von Parteichefin Angela Merkel als CDU-Generalsekretär an der Spitze des Konrad-Adenauer-Hauses. Er steht auf der CDU-Landesliste auf Platz 4 (von 44).

Seine Hauptkonkurrentin um das Direktmandat ist die 2013 in den Bundestag gewählte Bettina Müller (SPD) aus Flörsbachtal. Die 58-Jährige ist gelernte Krankenschwester sowie Rechtsanwältin. Während der vergangenen vier Jahre war die Gesundheitspolitik ein Schwerpunkt ihrer Arbeit in Berlin. Auf der SPD-Landesliste steht sie auf Rang 8 (von 49).

Als Nummer drei steht Matthias Zach (Grüne) auf dem Stimmzettel. Der seit 2011 hauptberufliche Kreisbeigeordnete war zuvor Bürgermeister von Niederdorfelden, wo er nach wie vor zu Hause ist. Der 65-Jährige hat Volkswirtschaft und Soziologie studiert und wird aller Voraussicht nach Ende Oktober aus dem Amt scheiden. Auf der Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen ist Zach nicht zu finden.

Der einzige Direktkandidat, der aus dem Bergwinkel stammt, ist der Niederzeller Dirk Methfessel (Linke). Der 35-jährige Lehrer hat seinen Wohnsitz zwar in Hanau, ist aber aufgrund seiner Verbindungen auch jenseits des politischen Engagements für die Linkspartei in seiner Heimatstadt häufig unterwegs. Auf der Landesliste rangiert Methfessel auf Rang 10 (von 14).

Sowohl in Gelnhausen geboren als auch dort nach wie vor zu Hause ist Mariana Harder-Kühnel, Direktkandidatin der AfD. Die 43-jährige Rechtsanwältin ist zuversichtlich, dass sie dem künftigen Bundestag angehören wird. Denn wenn die Partei erstmals in das Parlament einzieht, wird Harder-Kühnel als Spitzenkandidatin der hessischen AfD-Landesliste zweifellos dabei sein.

Für die Freie Demokratische Partei (FDP) geht Pierre Kurth aus Brachttal ins Rennen. Der 33-Jährige ist Speditionskaufmann und will für die vor vier Jahren an der Fünf-Prozent-Hürde gescheiterten Liberalen ein möglichst gutes Ergebnis. Dies gilt vor allem für die Zweitstimme, die über die Stärke einer Partei oder Wählergruppe im Bundestag entscheidet. Auf der FDP-Landesliste belegt Kurth Platz 17 (von 22).

Die Freien Wähler (FW) in den Landkreisen Main-Kinzig und Wetterau haben Ulrich Majunke aus Büdingen als Kandidat nominiert. Der 40-Jährige ist selbstständig und hat schon etwas Erfahrung mit Kandidaturen, denn 2013 ging er bei der hessischen Landtagswahl für die Freien Wähler ins Rennen. Auf der Landesliste der Wählergruppe steht er auf Rang 12 (von 39).

Nach der auf 90 Minuten angelegten Podiumsrunde, die von den KN-Redaktionsmitgliedern Alexander Gies und Hanns Szczepanek moderiert wird, ist das Publikum dazu aufgerufen, kurze und präzise Fragen an einzelne Kandidaten zu richten. Fragen an alle Bewerber sind aus Zeitgründen nicht möglich, denn die Saalrunde soll keine Fortsetzung der Podiumsdebatte sein.

Hierfür sind circa 20 Minuten vorgesehen. Zwei Stunden nach seinem Beginn soll das KN-Wahlforum zu Ende gehen. Den Zuschauern bietet sich anschließend am Ausgang noch die Gelegenheit, an einer – nicht repräsentativen – Probeabstimmung teilzunehmen. Deren Ergebnis wird in der KN-Ausgabe vom 12. September nachzulesen sein. / hgs