SPD zu IC-Wegfall im Bergwinkel: „Negative Folgen für die Pendler“

09. November 2017
Region

Carsten Ullrich, Bürgermeister von Sinntal und SPD-Kreistagsabgeordneter, hat sich während der jüngsten Sitzung des Kreistags für die Pendler aus dem Bergwinkel stark gemacht.

Die SPD hatte einen Artikel unserer Zeitung aufgegriffen und gefordert, dass der Wegfall des IC-Halts zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember zurückgenommen und der Ersatz-Regionalexpress nicht nur in Bad Soden-Salmünster, sondern auch in Schlüchtern hält.

Derzeit können Pendler, die in Schlüchtern in den Zug nach Frankfurt steigen, zwei IC-Verbindungen nutzen: Von montags bis freitags startet um 5.57 Uhr der Intercity (IC) 1950 Richtung Frankfurt, und abends fährt bislang ein IC montags bis donnerstags (IC 2394 und IC 1998) um 18.16 Uhr in Frankfurt ab und erreicht Schlüchtern um 19.07 Uhr.

Mit dem angekündigten Fahrplanwechsel ab dem 11. Dezember wird allerdings der Halt in Schlüchtern des 18.16 Uhr-Zuges ersatzlos gestrichen, was sich der Kreistag nicht gefallen lassen will. Der beschlossene Appell an die Bahn könnte allerdings frühestens beim nächsten Fahrplanwechsel im kommenden Jahr umgesetzt werden.

Schlüchtern verliert IC-Halt - das ist nicht das Schlimmste

Zum Fahrplanwechsel bei der Bahn, der am Montag, 11. Dezember, in vollem Umfang spürbar wird, verliert Schlüchtern täglich einen IC-Halt. Aber das wäre noch nicht das Schlimmste.

Laut Carsten Ullrich pendeln allein vom Bahnhof in Sterbfritz täglich 2500 Menschen über Schlüchtern ins Rhein-Main-Gebiet. Aufgrund der Streichung des Intercitys müsste jetzt eine einfache Fahrzeit von zwei Stunden eingeplant werden. Der vom Rhein-Main-Verkehrsverbund eingesetzte Regionalexpress sei keine Alternative, weil der nur in Bad Soden-Salmünster und nicht in Schlüchtern halte. „Dies hat weitreichende negative Auswirkungen für die Pendler aus dem östlichen Main-Kinzig-Kreis“, sagte Ullrich.

Bei einem Termin mit Staatssekretär Rainer Bomba Ende November in Berlin will auch Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) die verschlechterte Situation für Pendler ansprechen. / anz, ag