Top-Jurist soll Windräder verhindern

Mitglieder der Bürgerinitiativen sprechen über Breite First und Windkraftpläne

02. Januar 2014
Vollmerz

Die Bürgerinitiative "Rettet die Kulturlandschaft Ramholz/Degenfeld" und die Interessengemeinschaft gegen Windkraftanlagen in Sinntal schlossen das Jahr mit einer Sternwanderung und Gesprächen über den geplanten Windpark Buchonia ab.

Im vergangenen Juni hatte das Unternehmen Rhönenergie die Bevölkerung mit dem Bauvorhaben eines Windparks mit zehn 200 Meter hohen Windrädern auf der bewaldeten Breiten First konfrontiert.

Spontan habe sich Widerstand in Degenfeld und im Sinntal formiert, um die Kulturlandschaft vor dem Vorhaben der Rhönenergie und eines Investors zu bewahren, erklärten Sprecher der Bürgerinitiativen (BIs). In dem ausgedehnten Waldgebiet "Breite First" bestehe ein dichtes Netz von Bodendenkmälern. "Der dortige Verlauf der historischen Weinstraße, eine mittelalterliche Gerichtsstätte, zwei Ringwälle, weitläufige Landwehren und Ackerterrassen zeugen von der geschichtlichen Bedeutung dieses Areals", betonten die BIs.

Die Baugenehmigung für den Windpark Buchonia wurde bisher nicht erteilt. Die Gemeinde Sinntal habe entschieden, von ihrer Planungshoheit Gebrauch zu machen, um die laufende Gebietsplanung mit gebotener Gründlichkeit durchführen zu können. "Mit dieser Entscheidung haben die Sinntaler Gemeindevertreter und der Gemeindevorstand große Souveränität und eine ruhige Hand bewiesen. Der Entscheidung gebührt großer Respekt", sind sich die Wanderer einig. "Die Erteilung der Genehmigung ist zunächst nur verschoben, nicht aufgehoben. Somit wiegen wir uns in keiner falschen Sicherheit und haben zusätzlich einen hochkarätigen Fachanwalt für Verwaltungsrecht unter Vertrag genommen", berichtet ein BI-Mitglied. / d