ÜWAG konkretisiert Vorhaben Windpark Buchonia

ÜWAG konkretisiert Vorhaben Windpark Buchonia / Übersicht des RP

05. Juli 2013
Schlüchtern

Im Bergwinkel sind einige Windkraftprojekte in der Planung, andere stecken im Genehmigungsverfahren. Das Regierungspräsidium hat im Internet eine Übersicht über alle Vorhaben und Bestandsanlagen.

Eines der größten Projekte im Bergwinkel ist der vom Fuldaer Energieversorgungsunternehmen ÜWAG geplante Windpark Buchonia. Für die zehn Windräder, die auf einem gut 350 Hektar großen Areal der Gerhard Raupach Güterverwaltung Ramholz im Grenzgebiet von Vollmerz und Sterbfritz, will das Unternehmen etwa 50 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Auf Anfrage stellte die ÜWAG, deren Tochter Syn- Energie für das Vorhaben verantwortlich zeichnet, und gemeinsam mit Raupach zwei Betriebsgesellschaften gründen will, nebenstehende Karte zur Verfügung. Aus ihr geht hervor, wo im Bereich Breite First der Windpark errichtet werden soll. Derzeit "befindet sich ein Antrag nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz in der Vorbereitung, sodass der Windpark 2014 realisiert und in Betrieb gehen kann", heißt es in der Antwort. Vorgesehen sind demnach "Windenergieanlagen der aktuell üblicherweise verbauten Drei-Megawatt-Klasse". Diese haben eine Nabenhöhe von 140 Metern und eine Gesamthöhe von knapp 200 Metern.

Ähnliches gilt für jene 13 Windräder, die sich laut Übersicht des Regierungspräsidiums derzeit in den Städten Schlüchtern und Steinau im Genehmigungsverfahren befinden. Neun davon hat die Brachttaler Firma Renertec beantragt. Die Vestas V 112 mit 196 Metern Höhe und drei Megawatt Leistung sollen in den Gemarkungen Kressenbach (fünf) und Wallroth (vier) gebaut werden und den bestehenden Windpark in der Gemarkung Breitenbach mit fünf Anlagen des 85 Meter hohen Typs Enercon E40 ersetzen.

Das zweite Projekt hat die Firma Luftstrom bei Ulmbach ins Auge gefasst, wo sie vier V 112 bauen will. Allerdings liegt das Gelände innerhalb des 15-Kilometer-Umkreises um das Funkfeuer bei Ober-Seemen. Das bedeutet, dass die Deutsche Flugsicherheit kaum ihre Zustimmung zum Bau dieser Windräder geben dürfte – schließlich hat die Behörde auch die Luftstrom-Anlagen bei Freiensteinau abgelehnt.