Verschwundenes Reservierungsbuch hält Carmen Weining auf Trab

07. Dezember 2017
Breitenbach

Knapp drei Wochen ist es her, dass das Reservierungsbuch des Landhotels Weining in Breitenbach mit allen Reservierungen für die kommenden Jahre spurlos verschwand. Inhaberin Carmen Weining geht inzwischen davon aus, den Großteil der Termine wieder „eingefangen“ zu haben.

Von unserem Redaktionsmitglied Julia Kreß

Wie das Reservierungsbuch abhanden gekommen ist, ist für die Weinings immer noch ein Rätsel. „Ich habe am Freitagnachmittag noch die Planungen für die kommende Woche gemacht – mit dem Reservierungsbuch“, erinnert sich die Breitenbacherin. Anschließend habe sie das Buch wie gewohnt neben das Telefon gelegt, den geschriebenen Plan in die Küche gehängt und dort weitergearbeitet. „Seitdem ward es nicht mehr gesehen“, so Weining. Die 42-Jährige suchte alles aus – es blieb dabei, das Buch war verschwunden.

„Als dann am Sonntag klar war, dass das Buch weg bleibt, haben wir überlegt, was wir machen“, erklärt Weining. Sie schalteten Anzeigen in der regionalen Presse. „Während wir die Reservierungen für Restaurant und Feierlichkeiten regional gut über die Anzeige in den Zeitungen auffangen konnten, sieht es im Hotel anders aus – schließlich kommen die Gäste von außerhalb, die erreichen wir damit leider nicht“, erklärt Weining.

Verschwundenes Reservierungsbuch hält Carmen Weining auf Trab


Daher haben die Weinings auf ihrer Homepage und Facebook-Seite über den Verlust des Terminbuchs informiert – und hoffen so, letzten Endes alles abzufangen.

Die Anzeige in den Kinzigtal Nachrichten zog ihre Kreise: Die überörtliche Presse wurde auf das Dilemma der Weinings aufmerksam. „Ich dachte, ich bin im falschen Film, als die Hessenschau, FFH, HR und die Bild-Zeitung anriefen“, verrät die 42-Jährige. „So etwas bin ich ja gar nicht gewohnt.“ Von vielen bekomme sie daher zu hören, dass sie sich über die kostenlose Werbung für ihr Landhotel freuen könne.

Das sieht Carmen Weining nicht so: Es gehe ja nicht nur um ein, zwei Termine – die Reservierungen reichten teilweise sogar bis ins Jahr 2021 für Hochzeiten oder Konfirmationen. „Wenn mich jetzt jemand anruft, und etwa unsere Feierscheune reservieren möchte, weiß ich noch gar nicht wirklich, ob sie frei ist“, erklärt sie. Die vergangenen Wochen habe sie und ihren Mann einiges an Nerven gekostet, da sei die „Werbung“ das einzig Positive in diesem ganzen Dilemma. „Das hätten wir sicherlich gerne anders gehabt.“

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