Viel Zustimmung für Windpark-Gegner

Bürgerinitiative Ramholz/Degenfeld informierte vor dem Kaufhaus Langer

25. August 2013
Schlüchtern

Die Bürgerinitiative Ramholz/Degenfeld "Rettet die Kulturlandschaft Ramholz" ging auf die Straße und informierte die Bürger vor dem Kaufhaus Langer in Schlüchtern über den geplanten Windpark "Buchonia" auf der Breiten First bei Ramholz.

"Das Interesse am Info-Stand war ausgesprochen groß", so das positive Fazit nach dem ersten öffentlichen Auftreten. Viele Bürger hätten sich den Forderungen der BI Ramholz/Degenfeld "Rettet die Kulturlandschaft Ramholz" angeschlossen und bei der Unterschriftensammlung gegen das Windpark-Vorhaben unterschrieben.

Im Mittelpunkt der engagierten Bürgergespräche stand nicht die Frage "Windkraft – Ja oder Nein?" Im Kern erwarten die Bürger eine behutsame, auch in kultureller Hinsicht nachhaltige Auswahl der Windpark-Standorte. Die vom Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Peter Altmaier (CDU), am 8. August auf dem Bürgerforum in Fulda herausgestellte Forderung nach jeweiliger Einzelfallprüfung für Standorte von Windkraftanlagen mit entsprechender Bürgerbeteiligung entspricht auch der Erwartungshaltung der Bürger im Bergwinkel. Altmaier betonte in der Veranstaltung: "Es gibt Regionen, da wollen die Menschen Windräder haben, anderswo wollen sie es nicht. Man muss dann zu vernünftigen Lösungen kommen und Standorte finden, die das Landschaftsbild nicht zerstören."

200 Meter hohe Windkraftanlagen über dem kleinen Ramholzer Talkessel und der weithin sichtbaren Breiten First zu plazieren, sprengt die Vorstellungskraft der Bewohner im Bergwinkel. Wie die BI sagt, seien gerade erst mehrere 100 000 Euro öffentliche Gelder in die Sanierung Ramholzer Denkmäler wie der Burgruine Steckelberg investiert worden. In den Planungen, das herrliche Panorama über Burg, Schloss, Park und dem beschaulichen Degenfelder Land durch riesige Windräder zu zerstören, erkenne sie nicht die Ausgewogenheit bei der Standortauswahl, die immer mehr politische Funktionsträger für die Zukunft des Landes fordern. Auf Grund des großen Bürgerinteresses und des offensichtlichen Informationsdefizits wird die BI weitere Info-Standtermine einrichten.