Windpark bei Wallroth eingeweiht: Neun mächtige Windkraftanlagen drehen sich am Distelrasen

14.10.2015
Wallroth

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wollte zur Einweihung des Windparks bei Wallroth kommen, doch der Flüchtlingskonvent in Wiesbaden war am Mittwoch wichtiger. Aber auch ohne den Grünen Beistand aus Wiesbaden drehen sich jetzt am Distelrasen bei Wallroth und Hintersteinau neun mächtige Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von jeweils 140 Metern.

Draußen vor dem Zelt, in dem sich etwa 100 geladene Gäste versammelt hatten, demonstrierten rund ein Dutzend Vertreter von Anti-Windkraft-Initiativen aus der Region.

Gerhard Eckert, Geschäftsführer der Firma Renertec, der einst bei Siemens Atomkraftwerke projektierte, erläuterte, dass bislang vier der neun Windräder Investoren gehören: eins der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal, zwei Renertec und eins einer Gruppe von 10 bis 12 Leuten aus dem Raum Schlüchtern und Fulda. Die übrigen fünf Anlagen sollen im Laufe eines Jahres einen Investoren finde, sagte der 76-jährige Eckert.

Mit der Planung des Windparks hatte seine Firma 2010 begonnen. Ab Februar wurden die Anlagen „in Rekordzeit“ von sieben Wochen errichtet, wie Knud Rissel von Vestas, dem Hersteller der Anlagen, stolz anfügte. Renertec-Juniorchef Christoph Eckert bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten, besonders bei den Landwirten und Anwohnern, bei den Ortsbeiräten von Kressenbach und Wallroth, beim Ordnungs-, Liegenschafts- und Bauamt der Stadt Schlüchtern sowie bei den Baufirmen und Genehmigungsbehörden.

Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) berichtete, dass sich in Schlüchtern derzeit 27 Windkraftanlagen drehen. Etwa zehn weitere werde es bei Breitenbach geben und bis zu fünf bei Gundhelm. „Das sind am Ende 40 bis 42 Anlagen im Stadtgebiet. Damit leistet Schlüchtern einen guten Beitrag zu Energiewende“, sagte Fritzsch.

Werner Müller aus dem Wirtschaftsministerium betonte, „wenn die Welt überall so wäre wie in Schlüchtern, dann wären wir schon weiter mit der Energiewende“. Auch wenn die Widrigkeiten und Zweifel zunähmen, so sei die Landesregierung immer noch überzeugt, dass die grundsätzliche Beschlüsse zur Energiewende richtig seien. Landtagsabgeordneter Heinz Lotz (SPD) bedauerte, „dass beim Thema Windkraft viele Landespolitiker in Wiesbaden anders reden als daheim“. / ag

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