Binnen weniger Stunden zwei schwere Verkehrsunfälle im Vogelsbergkreis

17. Dezember 2017
Alsfeld/Kirtorf

Am dritten Advent ereigneten sich binnen weniger Stunden zwei schwere Verkehrsunfälle im Vogelsbergkreis. Auf der A5 bei Alsfeld und auf der B 62 bei Kirtorf prallten Autos in Böschungen, dabei gab es insgesamt drei Schwerverletzte.

Wie die Autobahnpolizei mitteilte, kam am Sonntagvormittag ein 44-jähriger Mann aus Schwalmstadt auf der A5 bei Alsfeld von der Fahrbahn ab. Er war in Richtung Frankfurt unterwegs. In der Folge prallte das Fahrzeug mehrfach in die Böschung, wobei sich der Mann schwere Verletzungen zuzog. Er wurde nach seiner Erstversorgung durch ein Rettungsteam in das Kreiskrankenhaus nach Alsfeld eingeliefert.

Wenig später kam ein Auto auf der B 62 zwischen Kirtorf und Lehrbach von der Fahrbahn ab. Das Unfallfahrzeug prallte ebenfalls mehrfach in die Böschung und kam in der Folge kopfüber liegend auf der Bundesstraße zum Liegen. In dem Unfallwrack wurden zwei Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren aus den Landkreisen Vogelsberg und Gießen verletzt. Eine der Frauen wurde eingeklemmt, konnte aber von beherzten Ersthelfern befreit werden.

Zwei Rettungsteams sowie ein Notarzt versorgten die schwer verletzten Frauen und brachten sie in Kliniken. Zudem war die Feuerwehr der Stadt Kirtorf mit rund 40 Einsatzkräften des Löschbezirks Süd vor Ort. Die freiwilligen Feuerwehrleute aus Heimertshausen, Kirtorf, Lehrbach und Ober-Gleen unterstützten die Rettungsarbeiten, nahmen auslaufendes Öl mit Bindemittel auf und halfen bei der Bergung des Unfallwagens.

Wie Stadtbrandinspektor Heino Becker schilderte, kamen aus den Reihen der Feuerwehr ein Notfallsanitäter und ein Rettungsassistent zur Versorgung der Verletzten zum Einsatz. „Hydraulisches Rettungsgerät mussten wir glücklicherweise nicht einsetzen. Ersthelfer konnte die Unfallopfer befreien“, so Becker.

Die Ursache für den Unfall ist noch völlig unklar, eine Streife der Polizeistation Alsfeld nahm die Ermittlungen auf. Den entstandenen Sachschaden bezifferten die Beamten vor Ort auf etwa 2500 Euro. Während der Rettungsarbeiten und der Bergung des Unfallfahrzeugs war die B 62 rund eine Stunde voll gesperrt. / pw