Bundesstraße gesperrt: Waschbär liefert sich nach Unfall Versteckspiel mit Feuerwehr

22. Juni 2017
Eudorf

Kurioser Einsatz für die Feuerwehr in Alsfeld am Sonntagabend nach einem Wildunfall auf der Bundesstraße B 254. Sie versuchte minutenlang, einen Waschbär aus der Verkleidung eines Autos zu fischen. Dort hatte sich das Tier nach dem Wildunfall gerettet und lieferte sich ein Versteckspiel mit den Einsatzkräften.

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Der Wildunfall hatte sich nach Feuerwehrangaben am Sonntag gegen kurz nach 22 Uhr auf der Bundesstraße B 254 von Alsfeld kommend in Fahrtrichtung des Stadtteils Eudorf ereignet. Selbst bis zu vier Feuerwehrmänner gleichzeitig – mitunter auf allen Vieren um und unter das Auto kriechend – konnten den Waschbär zunächst nicht schnappen.

Mehrfach entwischte das kleine Säugetier. Der Kleinbär lieferte sich ein Versteckspiel mit den Feuerwehrleuten und Insassen des Autos. Zeitweise ragte der Kopf aus der Motorhaube, dann der Schwanz aus dem Radkasten oder die Vorderpfoten aus der Unterbodenverkleidung.

Die Feuerwehr musste schließlich „schweres Geschütz“ auffahren – leuchtete mit Taschenlampen unter den Wagen, hämmerte mit diesen gegen den grünen VW und bockte das Auto mit einem Wagenheber auf. Aber auch das führte zunächst nicht zum Erfolg. Auch Lockversuche mit einem Schokoriegel scheiterten.

Schließlich erwischten die Einsatzkräfte den Waschbären doch noch in einem günstigen Augenblick. Sie setzten ihn auf einer angrenzenden Wiese aus. Sichtlich verängstigt, aber augenscheinlich unverletzt suchte der kleine Waschbär das Weite.

Neben den angerückten Feuerwehrleuten aus Alsfeld und Eudorf war auch eine Streife der Polizeistation Alsfeld im Einsatz. Ob Sachschaden entstand, ist noch unklar. Die Bundesstraße war während des Feuerwehreinsatzes halbseitig gesperrt./ sar, pw