Ein grünes „L“ weist den Weg – Lutherweg im Vogelsbergkreis offiziell eröffnet

14. Mai 2017
Romrod

Nach mehr als fünf Jahren Planung kann fortan quer durch Hessen von Worms in Rheinland-Pfalz bis ins thüringische Eisenach auf den Spuren des Reformators Martin Luther gewandert werden. Der über 400 Kilometer lange sogenannte Lutherweg 1521 wurde am Sonntag in Romrod (Vogelsbergkreis) offiziell eröffnet.

Mit dabei war Polit- und Kirchenprominenz. Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) betonte nach einer Mitteilung der Evangelischen Kirche in Hessen Nassau (EKHN), Luther habe die Geschichte geprägt wie kaum ein anderer. Seine Reise vom Wormser Reichstag bis zur Wartburg in Thüringen sei nun erfahrbar und „erwanderbar“.

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Hier verläuft er genau: Historischer Lutherweg soll Touristen locken

Ein neuer und besonderer Pilgerpfad auf den Spuren von Reformator Martin Luther von Worms nach Eisenach soll Touristen und Wanderer nach Hessen locken. Anlässlich der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläums wird der Lutherweg 1521 am Sonntag in Romrod (Vogelsbergkreis) eröffnet.

Kirchenpräsident Volker Jung von der EKHN betonte, der Weg biete die Chance, dass „Menschen für sich selbst auch Gott neu entdecken“. Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, nannte den Weg eine der schönsten Ideen für das Reformationsjubiläum.

Die Kosten dafür lagen bei knapp einer halben Million Euro. Allein fast 250.000 Euro verschlang das Aufstellen von Wegweisern mit einem grünen, geschwungenen „L“, Infotafeln und Ruheplätzen. Laut EKHN folgt der Pfad als einziger Lutherweg in Deutschland in weiten Teilen der historischen Route, die der Reformator zu seinem Gespräch beim Kaiser in Worms und bei seiner anschließenden Flucht auf die Wartburg im Jahre 1521 zurücklegte. / dpa

Stadt bietet neue Führung zu Luther und Fulda an

Die Verbreitung der 95 Thesen Martin Luthers von Wittenberg aus jährt sich in diesem Jahr zum 500. Mal. Höhepunkt wird voraussichtlich der Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin mit Abschlussgottesdienst in Wittenberg sein (24. bis 28. Mai). Diese Großveranstaltungen wurden von Fulda aus geplant - denn hier ist der Sitz des Vereins zur Förderung des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

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