Nach Altöl-Unfall in Alsfeld: Umschlagplatz nach wie vor untersagt

12. Januar 2018
Alsfeld

Nach der Altöl-Havarie in Alsfeld hat das Regierungspräsidium Gießen einen Umschlagplatz verboten, von dem das Unglück seinen Lauf nahm. Auf Anfrage teilte das Präsidium am Donnerstag mit, dass diese sogenannte Betriebsuntersagung der Anlage nach wie vor Bestand hat.

„Die nach Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigte Anlage darf erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn der genehmigungskonforme Zustand durch Umsetzung der geforderten Maßnahmen zur Säuberung des Betriebsgeländes wiederhergestellt, die gutachterliche Prüfung zur Betriebssicherheit der Anlage erfolgt ist und das Regierungspräsidium Gießen die Erfüllung der Maßnahmen sowie die Wiederaufnahme des Betriebes bestätigt hat“, so die ausführliche Erläuterung von Pressesprecher Thorsten Haas.

Er teilte jedoch auch mit, dass die Firma nach wie vor Abfälle sammeln und befördern darf. „Untersagt ist der Umschlag von Altölen“, so Haas. Diesen Zustand hat das Regierungspräsidium bei einer Überprüfung am Mittwoch auch festgestellt. „Bei der gestrigen unangemeldeten Überwachung konnte durch das Regierungspräsidium Gießen ein Umschlagbetrieb nicht festgestellt werden, wohl aber Betrieb aus der Sammel- und Befördertätigkeit“, so der Pressesprecher.

Wie Haas weiter mitteilte, hat der Betreiber am 22. Dezember der Behörde mitgeteilt, dass er alle Auflagen zur Wiederherstellung der Anlage vollumfänglich erfüllen will. Der Pressesprecher stellte jedoch fest, dass die geforderten Maßnahmen der Anordnung insgesamt noch nicht umgesetzt sind und eine sicherheitstechnische Prüfung noch nicht durchgeführt wurde. „Ein Wiederinbetriebnahme der Umschlaganlage kann daher derzeit nicht erfolgen“, so Haas.

Wie er abschließend mitteilte, will das Regierungspräsidium Gießen die Umsetzung der Untersagungsanordnung weiterhin eng überwachen. Derweil tauchen erste Zahlen zu den Kosten der Havarie auf. So informierte Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule, dass alleine die Gebühren für den Feuerwehreinsatz über 10.000 Euro betragen. / pw

Zwischenfall bei Entsorgungsbetrieb: 5000 Liter Öl fließen in Bach

Nach noch unbestätigten Angaben kam es am Freitag auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs in Alsfeld (Vogelsbergkreis) zu einem Zwischenfall. Insgesamt liefen 8000 Liter Altöl aus. Laut Regierungspräsidium könnte das Öl nun auch in die Fulda und die Schwalm gelangen.