Seehofer lobt Suedlink-Kritiker: „Brauchen Starkstromtrasse nicht“

14. Juni 2015
Bad Brückenau

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer fühlte sich sichtlich wohl mit dieser Demonstration: 120 Suedlink-Kritiker kritisierten ihn nicht, sondern stärkten ihn dem Rücken. So viel Sympathie gab der Landeschef gern zurück.

Seehofer kam zum CSU-Bezirksparteitag nach Bad Brückenau und wurde von den Demonstranten vor der Veranstaltungshalle, der TV-Halle in Bad Brückenau, mit viel freundlichem Beifall begrüßt, darunter vom Bad Kissinger Landrat Thomas Bold, dem Landtagsabgeordnete Sandro Kirchner und Jochen Vogel (alle CSU), Mottener Bürgermeister und Vorsitzender der suedlinkkritischen Vereins Rhönlink. Schon vor Tagen hatten die Bürgerinitiativen erklärt, dass sie Seehofer nicht kritisieren, sondern unterstützen wollen.

Seehofer lobte die Suedlink-Kritiker aus Unterfranken: Mit klugen Argumenten und sehr ruhig werde gegen die geplante Trasse durch die Rhön gearbeitet. „Bleiben Sie bei dieser Art und Weise des Protests“, sagte Seehofer. Das sei für ihn mehr Verpflichtung, als wenn andere Formen des Protestes gewählt würden.

Seehofer bestätigt Lob bei Partteitag

„Das ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit unserer Bürgerinitiaiven, zumal er dieses Lob während des Parteitages wiederholt hat“, sagte Vogel, der gemeinsam mit dem Mottener CSU-Vorsitzender Stefan Will an dem Parteitag und an der Demonstration davor teilnahm.

Seehofer versprach den Demonstranten, er werde sich weiter für bayerische Interessen und gegen den Bau der Starkstromtrasse einsetzen. Aber dass die Trasse tatsächlich nicht komme, das könne er nicht allein entscheiden, sondern das sei in Berlin eine Frage der drei Koalitionspartner CSU, CDU und SPD.

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