Spektakuläre Effekte: In Nidda werden drei Domino-Weltrekorde aufgestellt

07. September 2015
Nidda

Drei Weltrekorde und ein deutscher Rekord sind sicher: Als stolze Sieger strahlten Patrick Sinner aus Kefenrod und sein 17-köpfiges Aufbauerteam am Ende des nur wenige Minuten dauernden Niederprasselns der 537.938 von insgesamt 543.210 in Großprojekten verarbeiteten Dominosteinen: Am Samstagabend wurden in der Niddaer Mittelstufenturnhalle zahlreiche Zuschauer Zeuge eines sensationellen und einzigartigen Spektakels.

Mit dem Fall dieser Anzahl von Dominosteinen hat Sinner einen neuen deutschen Domino-Rekord aufgestellt und zugleich die größte Kettenreaktion seit dem Aus des RTL-Domino-Days 2009 ausgelöst. Doch damit nicht genug: Der 18-Jährige hat während des diesjährigen Rewe-Domino-Events gleich drei neue Weltrekorde aufgestellt – nämlich die „Most dominoes toppled underwater“ (Meiste gefallene Dominosteine Unterwasser) mit 11.466 gefallenen Steinen und das „Largest domino portrait“ (Größtes Domino-Portrait) mit 150.174 gefallenen Steinen. Darüber hinaus glückten Sinner und seiner Aufbauercrew aus Dustin Grünwald aus Lißberg, Sascha Wilzewski aus Lehrte bei Hannover, Mathias Ritter, Marcel Pürrer und Christian Engelbrecht aus Tulln/Österreich, Matthias Heinzelmann und Simon Heinzelmann aus Zürich/Schweiz, Christian Bernges aus Effolderbach, Justin Peters aus Düdelsheim, Samuel Möhler aus Karlsruhe, Lukas Prinz aus Gelnhausen, Justin Kühn aus Selters, Jonathan Hofinger aus Würzburg, Jakob Kerkhoff aus Dreieich, Tobias Demuth aus Denkendorf, Tom Gowin aus Wenings und Alexandra Benz aus einem Ort in Nordrhein-Westfalen mit der aus 7.260 erbauten 2-D-Pyramide als fragiles Gebilde ein weiterer Weltrekord.

„Wir haben es geschafft“, freuten sich die Herrscher über die Dominosteine nach der kräftezehrenden, zweiwöchigen Aufbauphase und der enormen Anspannung während der Schreckensmomente zu Beginn des Events. Denn kurz vor dem geplanten Anstoß hatten sich einige Dominosteine auf der Startlinie selbständig gemacht. „Ich hab´s klacken gehört. Ich hab´ ein Ohr dafür“, schreckte Birgit Sinner von ihrem Tribünensitzplatz auf. Ihr Sohn Patrick aber ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und stellte die Steinchen mit sicherer Hand wieder an ihren Platz zurück. „Wir haben in hochpräziser Kleinstarbeit viele alltägliche Szenen des Lebens in unserem Dominoparcours nachgebaut. Lassen Sie sich überraschen“, machte Patrick Sinner neugierig.

„Was ihr hier aufgebaut habt, ist einzigartig“

Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum zollte den jungen Leuten seinen Respekt. „Mein Kompliment gilt dem gesamten Team. Was ihr hier aufgebaut habt, ist einzigartig“, so Seum. Der Plan, das Event erstmals in Nidda durchzuführen, sei in Opa Gerhards Bar geschmiedet und nur wenige Tage später unbürokratisch mit der Bereitstellung der Turnhalle der Mittelstufenschule verwirklicht worden, verriet Seum. Auch CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber sparte nicht mit Lob. „Ihr habt eine unheimlich kreative Feinarbeit geleistet. Hier fallen nicht nur Steine, hier werden auch Rekorde aufgestellt“, so Tauber.

Inzwischen hatte sich Rewe-Kaufmann Rainer Lapp als Hauptsponsor des Domino-Events an den Start für die Kettenreaktion begeben. „Ich habe einen Pulsschlag von 180 und hoffe, dass der Start glückt und dann alle Steine fallen“, so Lapp und stupste das erste, kopfüber stehende Steinchen an. Nach etwa mehr als 200 gefallenen Steinen aber stoppte die Welle. „Der Übergang zu den normal stehenden Steinen war problematisch. Was soll´s – ein bisschen Nervenkitzel beim Start muss sein, das gehört bei Weltrekordversuchen dazu“, zeigte sich Patrick Sinner völlig entspannt. Als aber auch der zweite und dritte Startversuch misslangen, stieg dann doch eine leichte Röte in Sinners Gesicht. „Damit haben wir nicht gerechnet“, gab er zu und entschied kurzerhand, den Auslösepunkt zu verlegen. Rainer Lapp legte zum vierten Mal Hand an – diesmal mit Erfolg.

Und so erlebten die Zuschauer innerhalb von nur einer Viertelstunde spektakuläre Effekte am laufenden Band. Denn nachdem die Dominolawine einen kunterbunten Kreis in Bewegung gesetzt hatte, nahm sie das Publikum unter dem Motto „Dominoland – Reaching The Limit“ mit auf eine Reise durch die Urlaubs-Welt. So etwa strandeten die Steinchen in der Karibik, räumten während ihrer Einkaufstour in den Lapp-Rewe-Märkten die Obstregale leer, kamen an mächtigen Pyramiden vorbei, bestiegen einen Dschungel-Tempel und landeten mit dem Flugzeug mitten in der Arktis, wo Schneeflocken mit einem Durchmesser von sieben Metern vom Himmel fielen. Schließlich kamen die Reisenden an dem weltbekannten Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch und dem Portrait des vor vier Jahren verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs vorbei und sahen schließlich die Sonne über dem Meer aufgehen. Das Publikum belohnte das sensationelle Schauspiel mit reichlich Applaus. Und nach der Ergebnisverkündung durch Notar Christoph Duchardt aus Ortenberg sowie Olaf Kuchenbecker vom Rekord-Institut für Deutschland kannte der Jubel keine Grenzen. / ahe

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