„Born to die" : Der etwas andere Gottesdienst zum Reformationstag

02.11.2014
SCHLITZ

Das „ach" so wichtige Thema, gerne verdrängt und tabu, wurde zum Mittelpunkt des Gottesdienstes am Reformationstag und gleichzeitig auch der „ChurchNight" in der Evangelischen Stadtkirche. Nicht wie gewöhnlich Martin Luther, der an diesem Tag bekanntlich ja die 95 Thesen an die Kirchentür von Wittenberg geschlagen hat.

Das Thema Tod oder zum Thema des Abends „Born to die" – Gestorben um zu leben – darüber offen zu sprechen oder etwas vorzutragen, ist wahrhaftig nicht einfach, die Scheu schiebt so oft einen Riegel davor. Der Tod, der uns Tagtäglich aus den Medien entgegenspringt, hat vielerorts -in den Kriegsgebieten - unserer Erde ein etwas mörderisches, schauriges, grauenhaftes Gesicht. Hier ist er ja weit weg! In den eigenen Reihen, persönlich, familiär damit auseinanderzusetzen, weil man damit betroffen wurde, hier ist er ganz nah, hier kann man nicht mehr entfliehen! Der Tod ist nach der Bibel nicht das Ende. Im Gegenteil: Alles begann mit dem Tod!

Zu diesem Thema hatten sich 17 Personen der Kirchengemeinde im unterschiedlichen Alter bereit erklärt, zu sprechen, zu lesen, vorzutragen und zu spielen. Dass gewählte Thema zog sich durch den gesamten Gottesdienst, angefangen vom Anspiel mit Puppen „Paule" und „Julia", gespielt von Ute Gutermuth – Jörns und Käthe Wildner. Hier wurden die beiden Kinder bereits mit dem Tod ihrer geliebten Katze konfrontiert, es folgte ein Hamlet – Monolog rezitiert von Hans – Wilfried Schott, „Sein oder Nichtsein sein, das ist hier die Frage" aus der Tragödie Hamlet Prinz von Dänemark von William Shakespeare, Gedanken der beiden Jugendlichen Julia Koch und Sina Gafus: Mit den Gedanken um den Tod sollte sich jeder Mensch selbst befassen und auseinandersetzen.

„Den Himmel gibt‘s echt"

Von Erika Wunsch wurden Worte aus Psalm 90 gelesen. Es schloss sich die Geschichte, geschrieben im Jahre 1909 von einem Leipziger Prof. Dr. Richard: Die Wünsche zweier verstorbener Nachbarn die sich im Himmel treffen und nicht unterschiedlicher sein können, vorgetragen von Alma Knöll, an, es folgte Uta Günther mit Gedichten, Musikalisches mit „Vamos con Dios" – „Hab keine Angst und fürchte dich nicht". In diesem ganz besonderen Gottesdienst mit vielfältigen Facetten und Themen stellten Barbara Erd und Ingeburg Kleine, die Arbeit des Hospizdienstes Vogelsberg vor. Hier wird die Betreuung von Sterbenden bis zu ihrem Heimgang in den Schoß des Herrn und natürlich auch ihren Angehörigen, die in dieser Zeit eine schwere Last zu tragen haben, von ehrenamtlich arbeitenden Bürgern und Bürgerinnen liebevoll ausgeführt.

Zum Nachdenken regten auch die Auszüge aus dem Glaubensbekenntnis einer kolumbianischen Zahnärztin an die mit ihrem Neffen schwer verunglückte. „Den Himmel gibt's echt" war der Ausspruch eines Kindes bei seiner Konfrontation mit Gott. Diese Erlebnisse, die sich allesamt mit dem Tod beschäftigten, wurden von Susanne Pflanz und Chris Gohlke gelesen. „Die Seelen steigen zu Gott auf. Eine Reise durch den Menschen in eine Welt des Friedens". Die gesamte musikalische Begleitung des Gottesdienstes oblag dem Posaunenchor unter der Leitung von Günter Hohmeier.

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