Brennerei verdoppelt 2016 ihren Gewinn

27. Januar 2018
Schlitz

Von diesen Zahlen können andere Unternehmen nur träumen: Geschäftsführer Tobias Wiedelbach erläuterte im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag den 2016er Jahresabschluss der Schlitzer Korn- und Edelobstbrennerei. Dabei berichtete er von einem im Jahresvergleich verdoppelten Gewinn.

Von unserem Redaktionsmitglied Walter Kreuzer

Das Geschäft der Schlitzer Korn- und Edelobstbrennerei läuft sehr gut. 2016 wurde der um die Branntweinsteuer bereinigte Umsatz dank der starken Monate November und Dezember gegenüber dem Vorjahr um fast neun Prozent auf 1,656 Millionen Euro gesteigert. „In der Spirituosenbranche betrug das Umsatzwachstum im Durchschnitt nur 0,5 Prozent“, zog Wiedelbach einen Vergleich zu anderen Unternehmen.

Noch besser stellt sich die Entwicklung beim Gewinn nach Steuern dar: Dieser wurde auf 96.000 Euro glatt verdoppelt. Die Umsatz-Rentabilität betrug 8,9 Prozent. Die Brennerei war damit „fast drei Mal so rentabel wie der Branchendurchschnitt“. Bei der Eigenkapital-Rentabilität, dies ist das Verhältnis des Gewinns zum Eigenkapital, wurden 20,8 Prozent erreicht. Diese mit der Verzinsung einer Kapitalanlage vergleichbare Kennzahl lag 2014 bei relativ niedrigen 2,3 Prozent.

Brennerei verdoppelt 2016 ihren Gewinn

Die positive Entwicklung, die der Geschäftsführer darlegte, wird auch beim Fünfjahresvergleich deutlich. So schwankte der Umsatz – hier einschließlich der Branntweinsteuer – zwischen 2012 und 2016 zwischen 2,2 und zuletzt 2,6 Millionen Euro. Der Überschuss stieg im gleichen Zeitraum von 15.700 Euro über 19.300 und 7200 Euro auf 46.900 Euro und zuletzt 95.300 Euro.

Dazu beigetragen hätten „viele interne Optimierungen“. So wurde das Produktangebot verändert. Wiedelbach: „Der Trend geht dahin, dass weniger Liter Alkohol getrunken werden, dafür aber vermehrt mittel- und hochpreisige Getränke. So ist der Whisky ein sehr starker Bereich von uns.“ Beim Internethandel verzeichne man jährliche Steigerungsraten von 30 Prozent.

Einen ausführlicheren Bericht mit Zukunftsgedanken des Schlitzer Unternehmens und wie die Stadt zu einer eventuellen Erweiterung der Brennerei beitragen könnte lesen Sie in der Wochenendausgabe des Schlitzer Boten und im E-Paper.

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