Eine kleine Eule mit großer Stimme: Sperlingskauz ist auf der Schilda heimisch

22. Oktober 2017
Pfordt

Viele werden ihn schon gehört, aber nur wenige zu Gesicht bekommen haben: Der Sperlingskauz ist zwar stimmgewaltig, aber unscheinbar. Im Schlitzerland wurde er vor drei Jahren erstmals auf der Schilda nachgewiesen.

Von Bernd Götte

Gerne verweisen Revierförster Josef Kleinemenke und Forstamtsleiter Sebastian Keidel auf das Vorkommen dieser kleinsten in Mitteleuropa vorkommenden Eulenart. Auf drei bis fünf Paare schätzt Kleinemenke den Bestand an Sperlingskäuzen in den Wäldern auf der Schilda. Der Bestand ist nämlich ein Beleg dafür, dass die Naturschutzmaßnahmen von HessenForst Früchte tragen.

Bis vor 30 Jahren war der Sperlingskauz aus Hessen verschwunden, ehe er auf dem Hohen Meißner in Nordhessen erstmals wieder gesichtet worden war. Was an sich nicht einfach ist, denn die kleine Eule ist nur etwa 15 bis 20 Zentimeter groß und wiegt laut HessenForst weniger als ein Schokoladenriegel.

Dafür hört man ihn: Kleinemenke kann gut die Rufe des Sperlingskauzes imitieren, einen lang gezogenen Pfiff, den er im Frühjahr ausstößt und mit dem er vor allem Weibchen auf sich aufmerksam machen will, und einen melodischen tonleiterartigen Gesang, mit dem der kleine Kauz im Herbst sein Revier absteckt. Diese Rufe sind kilometerweit zu hören.

Der Sperlingskauz fühlt sich übrigens eher zu Nadelgehölz hingezogen. Ein schöner Mischwald wie rund um die Schilda ist da genau richtig.