Friedensbilder von Flüchtlingskindern: Ausstellung wird am Sonntag in der Schlitzer Stadtkirche eröffnet

09. September 2016
Schlitz

Flüchtlingskinder haben im Hause Metzler Bilder zum Thema Frieden gemalt – ganz frei von ideologischen Vorgaben. Erfrischend kindlich sind die Ergebnisse. Am Sonntag wird im Anschluss an den Gottesdienst in der Stadtkirche, der um 10 Uhr beginnt, die Ausstellung eröffnet werden.

„Da sieht man keine Friedenstauben, keine ideologische Hand-in-Hand-Geste, sondern ganz alltägliche Situationen, die zeigen: Bei uns ist der Alltag Frieden“, beschreibt Pfarrer Johannes Wildner die Bilder. Hierzulande habe man sich an Frieden gewöhnt. Man nehme ihn selbstverständlich. „Durch die Geflüchteten kann man Frieden neu entdecken.“

„Friedensbild“ von Farshad, 8 Jahre, Afghanistan

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Wildner weiter: „Frieden ist .... wenn ich mit Rollschuhen über Wege dahinfahren kann, die Blumen mir lachen, Sonne und Regen mich trocknen und nässen, und wenn ich einen Pulli mit arabischen Schriftzeichen tragen kann, an dem niemand sich stört. Die geflüchteten Menschen unter uns sind teilweise direkt mit Kriegshandlungen konfrontiert gewesen. Oder sie haben Verwandte im Krieg verloren. Oder sie sind im Kontakt mit Verwandten, die unter Krieg leiden.

Ihre Sehnsucht nach Frieden hat sie zu uns gebracht. So kostbar ist der Friede, dass Menschen dafür auf eine lebensgefährliche Flucht gegangen sind.“ Die Bilder stammen von syrischen, afghanischen und irakischen Kindern, die im ehemaligen Hotel Guntrum untergekommen waren oder auch noch sind.

Einige der Künstler beim Gemeindefest. / Foto: privat