Gelbe Tonne sorgt für Schlagzeilen: Ärger im Schlitzerland

26. Januar 2017
SCHLITZ

Statt gelb haben anscheinend viele rot gesehen, als die Gelben Tonnen im Schlitzerland ausgetauscht worden sind: Die Telefonleitungen bei Stadt, Veolia und Knettenbrech + Grudulic sind in den vergangenen Tagen heiß gelaufen.

„Ich will nicht leugnen, dass gerade in der Anfangszeit viele Bürger bei uns angerufen haben. Dass es zu Engpässen und Missverständnissen gekommen ist, bedauern wir sehr“, entschuldigt sich Pasqual Wack, Niederlassungsleiter des Entsorgungsunternehmens Knettenbrech + Grudulic in Fulda. Die Auslieferung der gelben Säcke soll bis Ende Januar abgeschlossen sein.

Auch bei der Stadtverwaltung Schlitz liefen die Telefonleitungen heiß: Über drei Wochen hinweg sind über 1500 Anrufe eingegangen. „An einem Tag nach der Strichliste sogar 600,“ berichtet Kevin Becker, der an der Telefonzentrale den Dienst versieht. Beim Zweckverband Abfallwirtschaft Vogelsbergkreis (ZAV) wurden ähnlich viele Anrufe registriert. „Wir sind für die Gelbe Tonne zwar nicht zuständig, haben aber stets weiter geholfen“, teilt uns Dr. Hansjörg Fuchs, der Geschäftsführer des ZAV mit.

Der Hintergrund: Mit der letzten Leerung im Jahr 2016 wurden die alten Tonnen, die herausgestellt waren, von Veolia mitgenommen. Ab dem 1. Januar hat die Firma Knettenbrech + Gurdulic die Entsorgung übernommen. Knettenbrech + Gurdulic mit Sitz in Wiesbaden ist für das Bereitstellen zuständig, nicht aber für die Vorgaben nach Art und Anzahl. In der Regel wird eine Tonne pro Grundstück bereitgestellt.

Ab 360 Liter Restabfallvolumen gibt es mehr als eine Tonne. Mit Nachweis über höheren Bedarf, können weitere Tonnen gestellt werden. Ausschließlich sogenannte Leichtverpackungen (LVP) gehören in die „Gelbe Tonne.“ Mitnahme von Gelben Säcken nur in absoluten Ausnahmefällen. Seit dem Jahr 1992 sind ZAV und die Städte und Gemeinde nicht mehr für die „Gelbe Tonne“ zuständig.

Die Reclay Group mit Sitz in Köln ist für die Ausschreibung im Rahmen der Neuvergabe der Entsorgung der Gelben Tonne für den Vogelsbergkreis zuständig. In der Ausschreibung ist aufgrund des Verteilkatasters geregelt, wie viele Behältnisse am Ende ausgetauscht werden müssen. Vorschrift ist auch, dass zunächst nur eine Tonne je Grundstück angeliefert werden darf.

Mit der Einführung des Dualen Systems zwischen 1991 und 1992 wurden allerorten unter hohem Zeitdruck Gelbe Tonnen verteilt. Eine lückenlose Registrierung mit Chip, die nunmehr eingeführt wurde, gab es damals nicht. So ist zu befürchten, dass die genaue Zahl der Auslieferung in der Vergangenheit nur wenig konkret und nachvollziehbar erfasst wurde. Das bringt bis in die heutige Zeit offensichtlich Probleme mit sich.


Hier gibt es weitere Infos: zav-online.de


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