Großübung: Über 60 Feuerwehrleute üben, drei eingeschlossene Jugendliche zu retten

13. August 2017
Lanzenhain

Eine Großübung der Feuerwehr und des Malteser Hilfsdienstes fand am Samstag im Herbsteiner Stadtteil Lanzenhain statt. Das Szenario sah den Brand einer landwirtschaftlichen Lagerhalle vor, bei dem drei zündelnde Jugendliche von Rauch und Feuer eingeschlossen wurden.

Über 60 Brandschützer rückten mit den drei Löschzügen der Stadt Herbstein zum Übungsort im Tiefenweg an. Der erste Löschzug mit Feuerwehrleuten aus Herbstein und Lanzenhain begann nach dem Eintreffen sofort mit der Rettung der Brandopfer und startete mit der Brandbekämpfung.

Unter Atemschutz suchten zwei Feuerwehrtrupps die Jugendlichen in dem mit Kunstrauch gefülltem Gebäude. Mit Strahlrohr und Handlampe tasteten sich die Brandretter an Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten vorbei, bis sie die Vermissten an verschiedenen Orten auffanden. Sie wurden nach ihrer Rettung von Helfern der Malteser an einem Sammelplatz versorgt.

Derweil baute der zweite Löschzug mit Feuerwehrleuten aus Stockhausen, Schadges und Rixfeld eine lange Schlauchstrecke für die Versorgung mit Löschwasser auf. Mit einer sogenannten Riegelstellung hielten die Brandschützer in der Folge die fiktiven Flammen in Schach. Der dritte Löschzug mit Feuerwehrleuten aus Steinfurt, Altenschlirf und Schlechtenwegen baute eine weitere Löschwasserversorgung auf, dazu wurde eine Saugstelle im örtlichen Ellersbach errichtet.

Koordiniert wurden die Löschangriffe und Rettungsmaßnahmen über den Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Herbstein, von dort wurde sich sogar mit Satellitenbildern ein Überblick zur Lage verschafft. Trotz des Regens verfolgten zahlreiche Zuschauer die Übung, darunter Bürgermeister Bernhard Ziegler, Vizekreisbrandinspektor Hubert Helm sowie weitere Feuerwehrfunktionäre aus der Umgebung. / pw