Schlimmer Unfall auf Hoherodskopf: Kind nach Sprung von Free Fall Tower schwer verletzt

31. August 2015
HOHERODSKOPF

Auf dem Hoherodskopf hat sich ein tragischer Unfall ereignet. Ein Mädchen aus Hosenfeld, das von einem „Free Fall Tower“ gesprungen ist, hat sich dabei schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber flog es in die Uni-Klinik nach Gießen.

Er sollte die Attraktion auf dem Hoherodskopf für die Sommerferien sein. Eine knappe Woche bevor der „Free Fall Tower“ auf der höchsten Erhebung des Vogelsbergs wieder schließen sollte, ereignete sich jedoch ein tragischer Unfall.

Ein 12-jähriges Mädchen aus Hosenfeld verletzte sich bei einem Sprung von dem Turm schwer. Es war am Montag gegen 17.30 Uhr von der höheren der beiden Plattformen, die erst Menschen ab seinem Alter nutzen dürfen, gesprungen. Dabei verfehlte die 12-Jährige laut ersten Informationen der Polizei das Luftkissen, das den Aufprall abfedern soll. Sie erlitt mehrere Brüche, ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und soll in Lebensgefahr schweben. Ob das Mädchen das Kissen nicht oder nicht ganz traf, ist derweil nicht sicher. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass das Luftkissen intakt gewesen sei.

Mädchen in Uni-Klinik

Zahlreiche Rettungskräfte sowie der Rettungshubschrauber Christoph Gießen waren vor Ort. Der Helikopter flog das Mädchen in die Uni-Klinik in Gießen. Unklar ist derweil, mit wem die Hosenfelderin auf dem Hoherodskopf gewesen ist – ob mit Freunden oder der Familie.

Gegen den Betreiber des Turms wurden Ermittlungen eingeleitet. Experten vom Amt für Arbeitsschutz und Sicherheit untersuchen die Attraktion. Sie entscheiden, ob der Turm wieder in Betrieb genommen werden darf. Der Betreiber, die H&D Kletterwald GmbH & Co. KG, war am Abend des 31. Augusts für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der „Free Fall Tower“ steht seit Ende Juli auf dem Hoherodskopf bei Schotten. Er wird über eine innenliegende Treppe erklommen. Sprünge aus sechs beziehungsweise neun Metern Höhe auf ein 100 Quadratmeter großes Luftkissen sind möglich. Ursprünglich sollte der Sprungturm bis 6. September geöffnet sein. Ob die Betreiber nach dieser Tragödie daran festhalten, ist unsicher. / sps