Senioren der evangelischen Kirchengemeinden trafen sich

Seniorennachmittag / In der Ferne lernt man die Heimat neu zu schätzen

11.03.2014
SCHLITZ

"Fern und nah – Mein Herz ist ein verlass'nes Haus, ein toter Brunnen ist mein Mund, wie leere Fenster ist mein Blick, und ohne Glanz ist jede Stund.

Wie ein Hund, der durch den Winter streunt und ein Versteck sucht vor dem Wind, und noch viel schlechter fühl ich mich, wenn wir einander ferne sind. Mein Herz ist ein Geburtstagstisch, mein Mund voll fröhlicher Musik, die Stunden sind wie ein Geschenk, wie hundert Kerzen ist mein Blick. Wie die Larve, die zum Falter wird, wie Apfelblüten, die aufgehn und noch viel froher fühl' ich mich, wenn wir einander wiedersehn." (von Gerhard Schöne). Diese Textzeilen, verfasst mit einer wunderschönen Melodie, sang Stephan Möller zum Auftakt des ersten Seniorentreffs der Ev. Kirchengemeinden Schlitz und Hutzdorf.
Bei frühlingshafter Tischdeko und passend zum Thema "Nah und Fern" auf den Tischen jeweils ein Mikroskop zum "nah sehen", aber auch das alte Fernrohr des Schlitzer Grafen, das er der Schule vermacht hat, hatte seine Faszination, verbrachten alle Treff- Teilnehmer wieder einen gemütlichen Nachmittag. Dieser auch gespickt mit vielen Informationen aus der Ferne aber auch aus der Nähe.
Anneliese Dern erzählte von einem Erlebnis im Biergarten, dass sich auf Nähe und Distanz bezog.
In seiner Andacht beschäftigte sich Pfarrer Johannes Wildner ebenfalls mit "Nah und Fern". Man muss immer erst einmal weg sein, so Wildner, damit man sich wieder begegnen kann, erst dann merkt man, wie schön es ist, wenn man sich wiedersieht.

Die schönsten Träume der Nähe werden in der Ferne geträumt. Nähe und Ferne gehören zusammen. Das rechte Maß in der Distanz und in der Nähe sind das Geheimnis einer guten Beziehung.

Auf Gott bezogen: Gott hält sich fern, gerade wenn er uns um nächsten ist. Gott ist da, wenn wir ihn brauchen. Wenn er uns auf die Pelle rückt, bekommen wir es mit der Angst zu tun. Er ist trotzdem da, auch wenn wir die Distanz zu ihm brauchen. Er bleibt der Herr – egal ob nah oder fern.

Auch die ausgesuchten Lieder für diesen Seniorentreff hatten alle in ihren Texten einen Bezug zu Nähe und Ferne. "Wir pflügen und wir streuen", "Vom Aufgang der Sonne" oder "Alle Knospen springen auf".

Zwischendurch wurde sich wieder dem guten Kaffee, dem leckeren Kuchen und den Käse-Salamistangen gewidmet. Auch die Gespräche kamen nicht zu kurz. Fotos bzw. Detailaufnahmen markanter Punkte an Schlitzer Einrichtungen, an denen wir fast jeden Tag vorbeigehen, sie aber überhaupt nicht wahrnehmen, regten zum rätseln und nachdenken an.

Etwas zum Schmunzeln gab es beim Vorlesen des bekannten Kinderbuches "Oh, wie schön ist Panama" von Janosch, die Geschichte des kleinen Tigers und des kleinen Bärs, die beide unbedingt nach Panama wollten. Diese, wie viele andere Geschichten von Janosch, hat eine Botschaft an die Leser. Sie will eine neue Perspektive auf das eigene Zuhause ermöglichen.

Erst aus der Distanz wird begriffen, dass das eigene Zuhause schöner ist als es von Nahem erscheint.
Janosch: "Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst."
Aus der Ferne waren auch die Erlebnisse von Werner Pflanz. Anhand von Dias zeigte er Eindrücke aus seiner einjährigen Dienstzeit in Nigeria an der Deutschen Botschaft.

Sie erreichen das
Service-Center der Fuldaer Zeitung
sowie der weiteren Veröffentlichungen des Verlags Parzeller unter folgenden Rufnummern:
Abo-Service: 0661 280 310
Anzeigenverkauf:

Die Kontaktdaten des Anzeigenverkaufs finden Sie hier.

Kleinanzeigen können Sie direkt hier aufgeben.

Sie erreichen die
Redaktion der Fuldaer Zeitung
unter folgenden Rufnummern:

Sekretariat Redaktion: 0661 280 304 oder 0661 280 305

Sekretariat Lokales: 0661 280 308

...sowie über die Email-Adressen und Kontaktformulare, die sie unter diesem Link finden.

Bei allen weiteren Fragen helfen Ihnen gerne die Mitarbeiter unserer Geschäftsstellen weiter. Infos zu Öffnungszeiten und weiteren Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.