Nach Frontalzusammenstoß mit zwei Toten: Ermittler prüfen Absicht

10. Oktober 2017
Schlitz/Lauterbach

Der tödliche Frontalcrash am Montagnachmittag auf einer Landstraße bei Schlitz stellt sich möglicherweise als Beziehungstat heraus. Aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Gießen und der Polizei vom Dienstag geht hervor, dass sich die beiden tödlich Verletzten kannten.

Im Rahmen der Ermittlungen wurde bekannt, dass sich die beteiligten Personen kannten und bis vor kurzem eine Beziehung führten, heißt es in der Mitteilung. „Wir prüfen derzeit, ob der männliche Autofahrer den tödlichen Unfall absichtlich herbeigeführt hat“, sagte Staatsanwalt Thomas Hauburger auf Nachfrage unserer Zeitung.

Zur Rekonstruktion und Klärung der Unfallursache ordnete die Staatsanwaltschaft Gießen die Hinzuziehung eines Sachverständigen sowie die Obduktion der Leichname an. Dazu, ob sich die beiden tödlich verletzten Personen zuvor im Streit getrennt haben, wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen auf Nachfrage keine Angaben machen.

Zwei Tote nach Frontalcrash zwischen Lauterbach und Willofs

„Es kam jede Hilfe zu spät“, so die traurige Unfallzusammenfassung eines Polizeisprechers am Montagabend. Zwischen Lauterbach und dem Schlitzer Stadtteil Willofs im Vogelsbergkreis prallten auf der Geraden der Landstraße L3140 zwei Autos frontal zusammen.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern derzeit noch an, so Polizei und Staatsanwaltschaft. Zudem müssten weitere Zeugen befragt werden. Am Montagnachmittag gegen 17.15 Uhr hatte sich auf der Landstraße L3140 der schlimme Zusammenstoß ereignet. Bei diesem Frontalcrash wurden beide Fahrzeugführer tödlich verletzt.

Nach Zeugenangaben hatte ein 34 Jahre alter Autofahrer, der zunächst von Willofs kommend in Richtung Lauterbach unterwegs war, in einem Waldstück in Höhe einer Einmündung sein Fahrzeug gewendet. Dann fuhr er in die entgegengesetzte Fahrtrichtung. „Nach einigen Hundert Meter kam er aus bisher noch unbekannten Gründen mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn“, teilte die Polizei mit.

Auf einem geraden Teilstück stieß er mit noch unbekanntem Tempo mit seinem Auto frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen, an dessen Steuer eine 27 Jahre alte Frau saß. Für beide Personen aus dem Vogelsbergkreis kam jede Hilfe zu spät. Sie starben noch an der Unfallstelle. Die alarmierte Feuerwehr musste die eingeklemmten Personen aus den zertrümmerten Wagen herausschneiden. Die Straße war für rund sechs Stunden voll gesperrt. / sar