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29. Oktober 2011



Trauen Sie Kehl ein Comeback in der DFB-Elf zu?

DOSSIER: Sebastian Kehl
sar/dpa

Dortmund
Der aus der Rhön stammende Fußballprofi Sebastian Kehl hat sich nach etlichen Verletzungen zurück in die Stammelf bei Borussia Dortmund gekämpft. Trauen Sie dem Lahrbacher nun auch ein Comeback in der Nationelelf zu?

Es war die passende Geste zu einer begeisternden Partie: Nach dem 1:1 (1:1) im hochklassigen Verfolgerduell zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund fielen sich beide Trainer voller Anerkennung in die Arme. «Das war ein unglaublich schönes Spiel», meinte Bruno Labbadia. Und sein Dortmunder Kollege Jürgen Klopp gab die Komplimente gern zurück: «Ich bin wirklich zufrieden mit dem Punkt. Den VfB fand ich heute brutal stark.»

Lukas Piszczek hatte die Stuttgarter Führung durch
Serdar Tasci (22.) quasi mit dem Pausenpfiff ausgeglichen (45.+1). Einerseits wurde die Dortmunder Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga nach zuletzt vier Siegen in Serie dadurch wieder ein wenig abgebremst. Andererseits sieht sich der deutsche Meister nach dieser Leistung gut gerüstet für seine vermeintlich letzte Chance in der Champions League am Dienstag im Heimspiel gegen Olympiakos Piräus.

Auch BVB-Kapitän Sebastian Kehl, der in seinem 6. Saisonspiel
erneut wieder die vollen 90 Minuten auf dem Platz, zeigte sich in der "Sportschau" zufrieden, schränkte aber ein: "Am Ende müssen wir mit dem Punkt leben", so der Lahrbacher, der in dem Spiel seine zweite gelbe Karte sah. "Aufgrund der Torchancen hätten wir das Spiel auch gewinnen können – vielleicht sogar müssen.

Vor dem Spiel hatte Kehl indes in einem Interview bekundet, dass er sich beim deutschen Meister Borussia Dortmund sehr wohl fühle und sich problemlos mit dem Gedanken anfreunden könne, auch nach Vertragsablauf zum Ende dieser Saison weiter beim BVB zu spielen. «Ich bin sehr gerne bei Borussia Dortmund und könnte mir auch gut vorstellen, zu bleiben», sagte der aus der Rhön stammende BVB-Spielführer bei «eurosport.yahoo.de».

Kehl: Derzeit keinen Kontakt zum Bundestrainer

Der häufig verletzte Kehl sagte aber auch, er habe gelernt, «dass ich nicht großartig planen kann. Ich beschäftige mich noch nicht damit, was im nächsten Sommer ist.» Mit dem Verein werde er sich zu gegebener Zeit zusammensetzen und überlegen, «wie das weiter funktionieren kann. Bislang ist das noch nicht passiert.»

Kehl räumte ein, dass er sich wegen seiner zahlreichen Ausfälle auch mit einem möglichen Rücktritt beschäftigt habe. «Die Zeiten sind hart, und die Frage nach dem Warum kommt oft auf. Aber es hilft ja nichts. Ich habe gelernt, immer wieder aufzustehen. Ich habe das in der Vergangenheit sehr gut gemacht und bin stolz darauf», sagte er. Es sei aber auch seine Charakterstärke, «niemals aufzugeben».

Zum Thema Comeback in der DFB-Auswahl sagte der Lahrbacher: "Das Thema Nationalmannschaft ist momentan fehl am Platz. Ich habe im Moment auch keinen Kontakt. Das hängt sicher damit zusammen, dass es dort ebenfalls einen Generationswechsel gegeben hat, viele Spieler sich in den Vordergrund gespielt haben und zu Recht nun erste Wahl sind. Und ich im Gegensatz hatte einfach durch die vielen Verletzungen in den letzten Jahren nie wirklich die Chance, mich wieder aufzudrängen."

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