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23. Januar 2012



Jan Rathouz packt schon wieder seine Koffer

Harry Wagner

Flieden
Am Dienstag beginnt für die Spieler des Hessenligisten Buchonia Flieden die fünfwöchige Vorbereitung auf die Restrunde. Auf den Punkt fit haben möchten die Trainer Gerhard Wiegand und Jochen Maikranz ihre Schützlinge, wenn es am 3. März gegen die Spvgg Hadamar wieder ernst wird.

Und obwohl die Fliedener mit 30 Zählern als Elfter im scheinbar gesicherten Mittelfeld stehen, macht Wiegand unmissverständlich klar: „Wir spielen noch immer gegen den Abstieg. Ich hoffe, dass wir so schnell wie möglich 45 Punkte haben. Denn es ist auch wichtig, noch in dieser Saison etwas ausprobieren zu können.“ Soll heißen: Wenn Flieden am sicheren Ufer ist, möchten die Trainer die Spieler aus der zweiten Reihe schon im Hinblick auf die neue Runde Hessenliga-Luft schnuppern lassen.

Im Kader der Buchonen hat sich in der Winterpause kaum etwas geändert. Bis zur Schließung des Transferfensters am 31. Januar sind laut Wiegand auch keine Wechsel mehr zu erwarten. Es hat eine Abmeldung gegeben: Mittelfeldspieler Jan Rathouz, erst zu Saisonbeginn aus Grebenhain gekommen, hat die Buchonen schon wieder verlassen. „Jan wird sich wohl einem Kreisoberligisten anschließen. Er arbeitet im Akkord und sagt, dass sein Job nicht mehr mit den Anforderungen an einen Hessenligaspieler vereinbar ist“, erkärt Wiegand. Die Fliedener wollen die Lücke aus dem eigenen Lager schließen – schließlich kehren mit Stefan Dietz, André Leibold und Dominik Noll drei Langzeitverletzte zurück, die allmählich wieder den Anschluss finden sollen.

"Schenken den Spielern immer unser Vertrauen"

Außerdem ist Wiegand ohnehin ein erklärter Gegner der Wechsel im Winter: „Verträge werden für gewöhnlich bis zum Sommer abgeschlossen. Wir schenken den Spielern immer unser Vertrauen und dann erwarte ich, dass sie etwas zurückgeben und so lange wie vereinbart bleiben.“

In den noch ausstehenden 13 Spielen ist Wiegand gemeinsam mit Maikranz fürs Team verantwortlich. „Natürlich wird es mal vorkommen, dass aus beruflichen Gründen nur einer von uns da ist. Aber es ist geplant, dass in der Regel sowohl Jochen als auch ich präsent sind. Alleine kann man 22 Spieler nicht optimal coachen“, glaubt Wiegand. Mit zwei Trainern könne man in Gruppen aufteilen, Schwerpunkte setzen und die gesamte Qualität und Intensität des Trainings erhöhen. „Wenn ein Trainer alleine ist, verliert er viel Zeit nur mit solchen Dingen wie Hütchen stellen und Parcours aufbauen“, weiß Wiegand.

Fehlende Qualität nicht voreilig einkaufen

Der Verkaufsleiter im Fuldaer VW-Zentrum sieht seine und Maikranz’ Aufgabe auch darin, die „vielen jungen Spieler, die wir in Flieden haben, weiterzuentwickeln“. Und: Man müsse eher die eigenen Leute an den Rand ihres Leistungsvermögens bringen anstatt fehlende Qualität voreilig einzukaufen. Deshalb spricht Wiegand viel von Vertrauen, von einer Mannschaft, die funktionieren müsse und von Spielern, die alles aus sich herausholen. „Das ist das, was von den Zuschauern honoriert wird. Dann kommen die auch gern an den Sportplatz – erst recht, wenn sie Leute spielen sehen, die sie auch kennen.“

Offen ist noch, ob Wiegand auch in der neuen Saison Trainer in Flieden ist. „Dafür gibt’s noch keinen Gesprächstermin. Wir werden sehen“, sagt er und fügt hinzu: „Meine Rolle wird überschätzt. Viel wichtiger ist doch, mit den Spielern frühzeitig klar zu sein.“






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