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13. April 2012



Sascha Gies hat immer an Flieden geglaubt

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Flieden
Über Pfingsten feiert Fußball-Hessenligist Buchonia Flieden mit einem großen Festakt sein 100-jähriges Vereinsjubiläum.

Die Mannschaft beschenkt Club und Fans mit einem echten Spitzenspiel am Samstag (15 Uhr) gegen den KSV Baunatal. Die Fliedener scheinen auf dem Weg zur besten Saison der Vereinsgeschichte. Die gelang im Spieljahr 2005/2006 unter der Leitung von Trainer Jörg Meinhardt. Damals wurde Flieden Vierter, holte insgesamt 55 Punkte und stellte mit 16 Saisonsiegen einen weiteren vereinsinternen Rekord auf.

Heute ist Flieden wieder Vierter, und um die eigene Bestmarke zu erreichen, fehlen bei momentan 46 Punkten aus den verbleibenden sieben Spielen noch neun Zähler. Das Ganze ist umso bemerkenswerter, betrachtet man die Entwicklung im Laufe der Saison: Denn nach dem Hinspiel in Baunatal herrschte Abstiegsgefahr, Trainer Martin Hohmann wurde entlassen. Gerade hatten die Fliedener nach einer desaströsen ersten Halbzeit 2:6 verloren. Nach sechs Gegentoren in nur 28 Minuten drohte Flieden beim 1:6-Pausenstand eine noch nie dagewesene Klatsche. Damals rangierte Flieden nach zwölf Punkten aus zwölf Spielen auf Rang zwölf.

Dann aber übernahm Gerhard Wiegand und später kam Jochen Maikranz hinzu. Deren Bilanz ist absolut top: Aus 15 Spielen holte Flieden elf Siege und insgesamt 34 Punkte. Nur dreimal wurde noch verloren.

„Ich bin von der Entwicklung nicht wirklich überrascht, sondern war schon immer der Meinung, dass wir eine gute Saison spielen können. Die beiden Trainer haben genauso den Anteil daran wie alle anderen rundherum“, sagt Routinier Sascha Gies, der am Ostermontag gegen Hadamar verhindert war, nun aber wieder zum Kader gehört. Entscheidend für den momentanen Höhenflug sei auch der Auftakt gegen den FCA Darmstadt gewesen. „Wenn du im ersten Spiel des Jahres einen Rückstand drehst und gewinnst, dann beflügelt das jede Mannschaft.“

Gegen den KSV Baunatal hat der 33-Jährige schon „gefühlte 50 Mal“ gespielt. „Das waren immer gute und interessante Duelle. Warum sollten wir nicht auch gegen Baunatal gewinnen?“, fragt sich Gies. Den letzten Sieg feierte Baunatal „Am Weiher“ im Jahr 2004. Seitdem gewann Flieden fast immer. Nur einmal holte der KSV im „Königreich“ noch einen Punkt.

Die Nordhessen haben in diesem Jahr die Lizenz für die Regionalliga beantragt, versäumte es aber im letzten Spiel ganz dicht am Spitzenreiter Eschborn dran zu bleiben. Ausgerechnet beim Tabellenvorletzten FCA Darmstadt vergrößerte sich durch das enttäuschende 1:1 der Rückstand auf drei Punkte. „Wer weiß, wofür dieser Punkt noch gut ist“, sucht KSV-Trainer Tobias Klöppner nach dem Guten im schwachen Ergebnis.




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