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9. Februar 2010



Mini-WM: Südkorea lachender Zweiter

KÜNZELL Viele Trainingseinheiten hatten die jungen Sportler schon absolviert, und nun ging es auch endlich los. Zum Auftakt der Rhönsprudel-Mini-WM herrschte eine wahnsinnig gute Stimmung in Künzell.

Es war ein würdiger Auftakt am Dienstag in der Künzeller Kreissporthalle mit bis in die Haarspitzen motivierten Nachwuchskickern und fantasievollen, lautstarken Fans. Am Ende des ersten von vier Vorrundenspieltagen jubelten Mexiko, Frankreich, Argentinien und Südkorea über den Einzug ins Achtelfinale.

Mexiko (Ritter-von-Haune-Schule, Burghaun) sicherte lediglich das bessere Torverhältnis den Sieg in der Gruppe A vor Frankreich. Die Auswahl der Don-Bosco-Schule verwies jedoch in eigener Halle Südafrika (Johann-Adam-Förster-Schule Hünfeld) und das tor- und punktlose Uruguay (Grundschule Bimbach) auf die Plätze.

Als für Mexiko das Weiterkommen feststand, ging Trainer Mario Hutfleß auf die Knie und nahm alle seine Schützlinge mit offenen Armen in Empfang. Wegen seines lautstarken Engagements an der Seitenlinie war ihm seine Stimme abhanden gekommen. Trotzdem reichte es noch für ein Statement: „Ich bin sehr zufrieden. Besonders Frankreich war ein starker Gegner. Aber wir sind geschlossen aufgetreten, das war unsere Stärke.“

Die Teams
Gruppe A

Südafrika (Johann-Adam-Förster-Schule Hünfeld): Nick Klein, Aaron Koch, Jan-Luca Kruse, Benedikt Mohr, Dennis Reichmann (2 Tore), Moritz Kircher, Andreas Fink, Tobias Krause.

Mexiko (Ritter-von-Haune-Schule Burghaun): Albrecht Müller, Maurice Maul, Niklas Weinert. Filip Spirovski (1), Silvio Del Signore (1), Jan Gutberlet (2), Magnus Seliakhin, Fabian Hutfleß.

Uruguay (Grundschule Bimbach): Julius Kniese, Marius Jöckel, Leon Bürstner, Felix Raab, Jonas Keller, Paul Bickert, Niklas Budesheim, Lukas Geppert.

Frankreich (Don-Bosco-Schule Künzell): Daniel Heil, Jannik Schenkel, Julius Zink, Tim Sondergeld, Julian Parzeller, Leon Zentgraf (3), Philipp Pappert, Moritz Felzmann.

Gruppe B

Argentinien (Paul-Gerhardt-Schule Hünfeld): Pascal Möller, David Schramm (1), Tim Ziegler, Niklas Kaub (1), Eric Behr, Leon Pappert, Lauritz Sabo (2), Max Schafranek.

Nigeria (Matthäus-Schule Steinbach): Nina Gutberlet, Moritz Böckner, Pauline Reuter, Felix Matthaei, Johannes Modenbach, Christian Bosold, Gregor Heimrich, Finn Böckner.

Südkorea (Schlossschule Neuhof): Pascal Becker, Daniel Jahn, Niklas Menigat, Noah Klüber, Lucas Gaul, Silas Hergenröder, Dario Hilgenberg (2), Jonas Möller (3).

Griechenland (Bonifatiusschule Horas): Nico Wagner, Max Schwegmann, Liam Döring, Tim Schuster (2), Leon Zengerle, Sören Gollin (1), David Hillenbrand (1), Jonathan Ulrich.
Gleich im ersten Spiel hätte das Turnier einen ganz anderen Verlauf nehmen können: Gegen Südafrika lag Mexiko lange zurück, bevor es das Spiel doch noch durch zwei Tore drehen konnte. „Da bin ich 20 Jahre älter geworden“, berichtete Hutfleß. Dass Frankreich nur Platz zwei blieb, bereitete Manfred Kropp keinen Kummer. „Ich bin gar nicht enttäuscht. Wichtig war mir, dass sich die Mannschaft kennenlernt. Sie hat mich in allen Spielen überzeugt, und wir sind weiter“, freute sich der Trainer der „Equipe Tricolore“. Wacker schlugen sich auch Südafrika und Uruguay, müssen aber den weiteren Turnierverlauf als Zuschauer verfolgen.

Enger ging es in der Gruppe B zu, aus der letztlich Argentinien (Paul-Gerhardt-Schule Hünfeld) als Gruppensieger und Südkorea (Schlossschule Neuhof) als Tabellenzweiter hervorgingen. Argentinien war die Achtelfinal-Quali schon nach dem zweiten Spiel nicht mehr zu nehmen. Aber wer würde den „Gauchos“ folgen? Bis vor der letzten Partie sprach alles für Griechenland (Bonifatiusschule, Horas), das nach einem 0:0 gegen Südkorea und einem 4:0 über Nigeria (Matthäus-Schule Steinbach) eine gute Ausgangsposition hatte. Doch die Rechnung ging nicht auf, weil Südkorea nach der Niederlage gegen Argentinien im letzten Spiel völlig frei aufspielte. Mit 4:0 siegten die Rot-Weißen gegen Nigeria – und Griechenland stand in seiner dritten und letzten Partie des Tages gegen Argentinien unter Zugzwang.

Die „Hellenen“ zogen beim 0:1 den Kürzeren – und Südkorea jubelte dank des besseren Torverhältnisses über Rang zwei. „Ich hatte nach dem zweiten Spiel nicht mehr damit gerechnet, aber es ist glücklicherweise so gekommen“, freute sich André Maul, Betreuer Südkoreas und gab zu: „Ich bin ein bisschen sprachlos.“ Nicht auf den Gruppensieg spekuliert hatte Rainer Sabo. „Wir haben aufs Weiterkommen gehofft, aber nicht auf den ersten Platz“, sagte Argentiniens Coach sichtlich zufrieden. Für ihn passte alles zusammen: „Eine gute Idee von der Zeitung, die Kids freuen sich drauf und haben Spaß am Fußball.“

Von unserem Volontär
Folko Damm







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