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13. Oktober 2012



Bronnzells Alexander Lembcke zieht Zwischenbilanz

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Bronnzell
Elf Siege, ein Remis, keine Niederlage: Die Zwischenbilanz der SG Bronnzell in der Kreisoberliga Süd ist mehr als beachtlich: Spielertrainer Alexander Lembcke (29) sieht dennoch Verbesserungspotenzial.

Mal Hand aufs Herz: Hatten Sie mit so einem Traumstart gerechnet?
Wieviel Potenzial in der Mannschaft  steckt, habe ich gewusst, aber von so einem Start kann man natürlich nicht ausgehen. Mein erster Ansatz war ein anderer: Ich wollte, dass die erste Mannschaft einen eigenständigen Kader bekommt und die  A-Jugendlichen nicht wie im vergangenen Jahr permanent zwei Spiele machen müssen. Das ist uns gelungen. Außerdem haben wir vier Mann fest dabei, die vorher nur zum Kader der Reserve gehört haben. Auch die haben den Sprung richtig gut geschafft. Schade ist nur, dass Marius Gutberlet mit dem Fußball aufgehört hat. Ihn hätte ich gerne dabei gehabt.

Was haben Sie im System verändert?
Wir haben in der Vorbereitung auf Viererkette umgestellt und sind jetzt in der Lage, immer variabel mit einem 4-5-1 oder einem 4-3-3 zu spielen. Dass das schon jetzt so reibungslos funktioniert, überrascht mich am meisten.

Was hätten Sie jemandem gesagt, der Ihnen vor der Runde diesen Start prognostiziert hätte?
Träum weiter.

Gibt es denn auch noch Baustellen?
Na klar: Von den Ergebnissen her gibt es nichts zu kritisieren, da läuft alles super. Aber als Trainer sehe ich noch eine ganze Stange an Fehlern, die ich immer wieder erkenne. Wir haben beispielsweise viele Spiele knapp gewonnen. Mir würde es gefallen, wenn wir endlich mal volle 90 Minuten die guten Leistungen durchbringen könnten.

Auffällig ist, dass Bronnzell viele Spiele in der Schlussphase dreht oder gewinnt...
Ohne eine gute Grundkondition kannst du keinen Erfolg haben. Läuferisch sind wir jedenfalls topfit und mittlerweile hat auch jeder einzelne in der Mannschaft erkannt, dass wir immer in der Lage sind, in der letzten Viertelstunde ein Spiel zu drehen. Das gibt zusätzliches Selbstbewusstsein für alle. Darauf verlassen sollten wir uns trotzdem besser nicht.

Wäre es schlimm, wenn Bronnzell den Aufstieg in dieser Saison verpasst?
Schlimm nicht, aber das Ziel ist die Gruppenliga. Dafür haben wir einen Zweijahresplan aufgestellt. Jetzt will ich erstmal als Tabellenführer in die Winterpause gehen. Wenn wir danach gut aus den Startlöchern kommen, dann könnte es mit dem Aufstieg klappen.

Wäre Bronnzell für die Gruppenliga gerüstet?
Wir würden den Kader nicht unnötig aufblähen. Ich hätte jedenfalls keine Angst vor der Gruppenliga, denn Potenzial ist ausreichend vorhanden. Ein Aufstieg würde es uns auch einfacher machen, die starken A-Jugendlichen zu halten. Das wäre ein Argument mehr, um den Talenten das Bleiben schmackhaft zu machen. Die Junioren-Hessenligaspieler brauchen keine lange Eingewöhnungszeit im Seniorenlager – das zeigt das Beispiel von Julian Pecks.

Der Ex-Lütterer Christian Rützel soll zurück nach Bronnzell kommen...
Er war ja schon vor der Saison mein Wunschspieler und ich habe ihn nach seinem Rauswurf in Lütter auch bereits angerufen. Die Entscheidung liegt aber alleine bei ihm.  




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