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10. Mai 2012



C-Junioren: Regionalauswahl Fulda führt Eintracht Frankfurt vor

FZ

Grünberg
Keine Angst vor großen Namen: Bestens vorbereitet trumpfte die Regionalauswahl Fulda beim Sichtungsturnier der C-Juniorenfußballer Jahrgang 1998 in Grünberg auf, führte Eintracht Frankfurt beim 3:0-Sieg vor oder trotzte dem FSV Frankfurt ein 0:0 ab.

Bei strahlendem Sonnenschein zauberte die Spielweise seiner Jungs auch Auswahltrainer Michael Schäfer ein Lächeln ins Gesicht. „So was habe ich mit einer Auswahl von mir noch nicht erlebt“, freut sich der 47-jährige Fußballlehrer, der schon zehn Jahre im Geschäft ist. „Ich bin hoch zufrieden.“ In Grünberg spielten die sechs Regionalauswahlen Hessens sowie die Leistungszentren Wehen-Wiesbaden, Eintracht und FSV Frankfurt vor, um sich in vier Spielen über jeweils 25 Minuten für die Hessenauswahl zu empfehlen.

Dabei fing es für die 13- und 14-jährigen Kicker nicht so verheißungsvoll an. Im Angriff bedurfte es zahlreicher Versuche, ehe gegen die Wiesbadener Auswahl die 1:0-Führung von Rudi Wasirow (SG Rückers) unter Dach und Fach war. Doch ein Konter der Landeshauptstädter sorgte für den 1:1-Endstand. „Ich hatte mir mehr erhofft“, sagt Schäfer. Zufrieden war der Marbacher mit dem 0:0 gegen den FSV Frankfurt. Die Mannschaft hielt sich an das taktische Konzept, viel mehr war nicht möglich.

Was aber dann nach der Mittagspause geschah, da staunte selbst Schäfer nicht schlecht. Die Fuldaer zerlegten den übermächtig erscheinenden Gegner Eintracht Frankfurt nach allen Regeln der Kunst, degradierten die Mannen mit dem Adler auf der Brust zu Statisten. „Das war eine Initialzündung. Wir spielten in klaren Strukturen, defensiv, im Zentrum stark, haben das perfekt umgesetzt und souverän agiert. Das war eine Vorführung wie aus dem Lehrbuch“, schwärmt Schäfer.

Die zahlreich mitgereisten Eltern erlebten eine wirbelnde Mannschaft mit genialem Pass-Spiel, einem schnellen Tor von Hünfelds Marcel Dücker, der nach schönem Zuspiel von Haimbachs Tobias Göbel auch zum 2:0 nachlegte, ehe dann Bronnzells Niklas Theisen den Rückerser Rudi Wasirow in Szene setze und der den Sack zum 3:0 zumachte. Und die Eintracht? Die brachte nichts zustande, kam aus dem Spiel heraus nicht einmal zu einem Torschuss. Selbst den Freistoß aus gut 20 Meter Entfernung fing Fuldas Abwehr ab.

Dass dies keine Eintagsfliege war, bekam die Auswahl von Marburg/Gießen zu spüren – trotzt ihres Stars, dem Hessenauswahlspieler Burak Simsek, der den Fuldaern im Testspiel vor drei Wochen bei der knappen 3:4-Niederlage alle vier Tore einschenkte. Nächtelang grübelte Schäfer nach einem Konzept und fand es, indem er Stürmer Marcel Dücker zusätzlich in die Innenverteidigung beorderte. „Die Euphorie mitnehmen und nicht nachlässig werden“, gab Schäfer seinen Jungs mit, die nahtlos an die Leistung aus dem letzten Spiel anknüpften und nach einem Hattrick von Jan Ullrich (Aulatal) den 3:0-Sieg bejubelten.

Lob kam von höchster Stelle. „Fulda war zusammen mit Darmstadt das beste Team“, konstatiert Verbandstrainer Dirk Reimöller und hat einige Spieler ausgemacht, die zur Verbandsauswahlmaßnahme eingeladen werden. Fulda spielte mit: Luis Bös (Bad Soden), Tim Kleemann (Horas); Niklas Hog, Lucas Wehner (beide Bad Soden), Marcel Dücker (2), Nicolas Häuser, Sebastian Körner (alle Hünfeld, Tobias Göbel (Haimbach), Toni Koster, Steven Rakk (beide Baunatal), Tim Hartwig (HL Bad Hersfeld), Jan Ullrich (3), Adrian Veapi, Pascal Manß (alle Aulatal), Niklas Theisen (Bronnzell), Rudi Wasirow (2, Rückers), Jan-Luca Hahner (Steinbach).




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