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16. Juni 2012



Daniel Plappert und Dennis Hohmann trainieren Schülerteam für Fulda-Cup

Von Julia Hanel

Fulda
Das lange Warten hat ein Ende: auf dem Sportplatz der Freiherr-vom-Stein-Schule steigt heute der zweite Fulda-Cup. Mehr als 190 Schüler nehmen an dem inklusiven Fußballturnier teil – auf das sich einige schon sehr lange vorbereiten.

„Wir treffen uns alle zwei bis drei Wochen und das seit fast einem Jahr“, sagt Daniel Plappert. Mit Dennis Hohmann trainiert er das Team „Fortuna Fulda“, das aus rund 20 Schülern der Geschwister-Scholl-Schule, der Antonius-von-Padua-Förderschule und Spielern der SG Johannesberg besteht. Ein echtes „Unified Team“ also, in dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung spielen.

Heute Nachmittag wetteifern zwölf solcher Teams ab 13.45 Uhr auf dem Sportplatz der Freiherr-vom-Stein-Schule um den Fulda-Cup. Das inklusive Fußballturnier findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt und auch „Fortuna Fulda“ ist wieder am Start. „Nach der Teilnahme im vergangenen Jahr haben wir das Training fortgesetzt und uns weiter regelmäßig getroffen“, erzählt Plappert, Lehrer an der Geschwister-Scholl-Schule in Fulda.

„Für Menschen mit Beeinträchtigung gibt es abgesehen vom Fulda-Cup leider wenig Möglichkeiten, in gemischten Teams zu spielen“, fügt Dennis Hohmann, Lehrer an der Antonius-von-Padua-Förderschule, hinzu. Aus diesem Grund habe man sich entschlossen, den inklusiven Gedanken des Fulda-Cups fortzuführen. Und der Einsatz der beiden Lehrer scheint sich auszuzahlen. So hätten die Schüler durch das gemeinsame Training viel voneinander gelernt, betont Daniel Plappert. Seine Schüler seien durch den engen Kontakt zu Menschen mit Beeinträchtigung offener und toleranter geworden. Ihre sozialen Kompetenzen hätten sich zudem deutlich verbessert. „Sie stehen absolut hinter dem Projekt und nehmen sogar in Kauf, dass wir an Samstagen trainieren“, sagt er. Einen Trainingstermin zu finden, an dem beide Schule und die Spieler der SG Johannesberg Zeit haben, sei manchmal nicht ganz leicht. Daher falle das Training ab und an auch auf das Wochenende.

Wenn die Jungs sich dann treffen, wärmen sie sich gemeinsam auf, üben Pässe, trainieren Sprints oder ihre Schusstechnik. Und wer sie dabei beobachtet, stellt schnell fest, dass es nicht darum geht, ob einige unter ihnen eine Beeinträchtigung haben, sondern dass sie alle mit Spaß bei der Sache sind und Freude am Kicken haben.
Genau darum geht es auch beim Fulda-Cup. „Klar wäre es toll, eine gute Platzierung zu erzielen“, räumt Plappert ein. „Aber im Vordergrund steht der Spaß am Sport und die Möglichkeit, ein Umdenken zu bewirken – vielleicht sogar im regulären Sportbetrieb.“




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