Das Waveboard erobert nun auch Osthessen
FULDA
Das Waveboard hat in Osthessens Schulen Einzug gehalten und sorgt nun bei Fuldaer Schülern für Begeisterung. Bei der breiten Bevölkerung hat das Trendsportgerät aber Nachholbedarf in Sachen Bekanntheitsgrad.
„Rollen wir in die Zukunft“
Am Domgymnasium gehören Waveboards bereits zum Alltag, ansonsten sind sie noch eher Exoten auf Fuldas Straßen. Wilfried Beschorner (43) ist Leiter der Waveboard-AG und allgemein Innovator in Sachen Waveboard an der Rabanus-Maurus-Schule.
Herr Beschorner, wie haben Sie den Waveboard-Sport kennengelernt und was hat Sie dazu gebracht, dieses Gerät in den Sportunterricht mit einzubeziehen?
Ich habe vor etwa zweieinhalb Jahren einen Anruf von der Firma Streetsurfing erhalten, die das Patent auf Waveboards inne hat. Ich wurde gefragt, ob ich Interesse daran hätte, mit meiner Klasse ein neues Gerät – eben das Waveboard – auszuprobieren. Ich dachte, neue Impulse braucht der Sport, denn Stillstand bedeutet Rückschritt. Warum also rollen wir nicht in die Zukunft? Mir und der Klasse hat der Probeunterricht gut gefallen und so habe ich das Gerät in den Sportunterricht aufgenommen.
Ist das Fahren schwer zu erlernen oder kann jeder ein solches Gefährt irgendwann beherrschen?
Das Waveboard ist etwas für jedermann. Mit etwas Übung kann jeder mit dem Gerät seine Schlangenlinien ziehen. Sowohl Jungs als auch Mädels macht es Spaß, wobei besonders die Mädels darauf „abfahren“.
Warum eignet sich gerade ein Waveboard für den Schulsportunterricht?
Im Sportunterricht steht der Sektor „Rollen, Fahren, Gleiten“ im Lehrplan – das Waveboard passt exakt in diese Kategorie und bringt eine Menge Spaß. Außerdem ist es von Schuhgrößen unabhängig, was gerade die Anwendung im Schulsport leichter macht.
Welche Vorteile hat das Waveboard gegenüber dem allseits bekannten Skateboard – auch in Punkto Sicherheit?
Man kann mit dem Waveboard die gleichen Tricks wie mit dem Skateboard machen, jedoch ist es mit dem Waveboard möglich, sowohl enge Kurven als auch bergauf zu fahren, ohne absteigen zu müssen. Fährt man mit dem Waveboard auf ebener Strecke, bleibt die Geschwindigkeit immer überschaubar – genau wie das Sicherheitsrisiko.
Worauf ist beim Kauf eines Waveboards zu achten und was kostet ein solches Gefährt?
Man sollte sich aus Sicherheitsgründen für Patentware entscheiden, da diese mit einer guten Verarbeitung und einer dreijährigen Garantie daherkommt, bei der der Ersatz von Teilen kein Problem ist. Der Preis für die Boards beginnt bei etwa 120 Euro.
Wie sieht das Angebot für die Schüler der Rabanus-Maurus-Schule denn genau aus?
In jeder Pause können sich die Schüler in unserem Bewegungsraum ein Waveboard ausleihen. Die Schule hat eine Menge Boards für die Schülerschaft angeschafft, damit niemand zu kurz kommt. Wir haben sogar eine Waveboard-AG seit mehr als zwei Jahren.
Was macht die Waveboard-AG und welche Fortschritte und Erfolge haben Sie schon erzielt?
Die Waveboard-AG hat knapp 40 Mitglieder. Wir studieren kleine Choreografien ein und spielen Brennball oder Hockey auf dem Waveboard. Wir haben mit der „Waveboard-Crew“ ein Video mit dem von mir komponierten „Waveboard-Song“ gedreht, uns mit diesem zur ersten Hessischen Schulsportgala 2009 beworben und wurden eingeladen. Dieses Jahr wollen wir im Mai auf der Gesundheitsmesse ein Mini-Musical aufführen.
jub/tor

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