Das schnellste Tor der Mini-WM-Geschichte
Neuhof
Die Endrunde der Frauen-Mini-WM, die am kommenden Dienstag in Neuhof ausgetragen wird, steht. Am Dienstag qualifizierten sich Australien, Schweden, Nordkorea und Norwegen.
Richtig souverän setzte sich Schweden durch. Die Wigbertschule Hünfeld gewann alle drei Spiele und blieb ohne Gegentor. Das schaffte außerdem nur Neuseeland in der Vorwoche. Mit Charlotte Hinckel, die vier der sechs Tore schoss, hatte Schweden eine der herausragenden Spielerinnen des gestrigen Spieltages in den Reihen. Hinckel ist eigentlich Leichtathletin und spielt Handball, will aber im Sommer wieder mit Fußball beim SV Steinbach anfangen. „Ich finde es gut, dass es die Mini-WM jetzt auch für Mädchen gibt“, sagte die Goalgetterin.
Als Minimalisten präsentierten sich die Mädchen der Winfriedschule, die als Norwegen an den Start gingen. Im ersten Spiel gegen Äquatorial-Guinea schoss Lena Ziegler das einzige Tor, das aber für die Finalrunde reichte, weil die Mannschaft hinten dicht hielt und kein Gegentor zuließ.
Für einen ganz besonderen Rekord sorgte Alica Riedl. Die Spielerin von Australien (Stadtschule Schlüchtern) schoss das schnellste Tor der bisherigen Mini-WM-Geschichte. Bereits nach sieben Sekunden traf sie gegen Brasilien zum entscheidenden 1:0. „Ich bin schon ein bisschen auf die Zeitung morgen gespannt“, verriet sie. Dabei wusste Riedl gar nicht mehr genau, wie das Tor eigentlich gefallen ist. „Keine Ahnung“, lachte sie.
Für ein weiteres Kuriosum sorgte ihre Teamkollegin Nathalie Lotz. Die stand im ersten Spiel im Tor und hielt die Null. Dann wechselte sie gegen Äquatorial-Guinea kurzfristig ins Feld, machte beim 2:1 mal auf die Schnelle die beiden Tore und stellte sich im letzten Spiel gegen Norwegen erneut in den Kasten, um den gleich wieder sauber zu halten.
„Normalerweise spiele ich für die JSG Distelrasen. Mal werde ich in der Abwehr, mal im Mittelfeld, mal vorne eingesetzt“, verriet die Nachwuchs-Allrounderin. Ein permanenter Positionswechsel ist also nichts Neues? „Doch“, widersprach Nathalie, „im Tor stehe ich sonst nie.“
Mit das größte Fanaufgebot hatte die Von-Galen-Schule aus Eichenzell dabei. Neben einem ganzen Bus voller Anhänger kamen zahlreiche Lehrer und Eltern per Privat-PKW nachgereist und machten mächtig Stimmung. Die Endrunde haben die Eichenzellerinnen als USA knapp verpasst. Im letzten Spiel gegen Schweden hätte man gewinnen müssen.
„Trotzdem war das eine tolle Leistung von uns. Wir haben uns immer mehr gesteigert. Bedenkt man, dass bis auf eine Ausnahme keine einzige Spielerin im Verein spielt, war das richtig gut“, freute sich Trainer Sebastian Vollmar, der sich aber gleichzeitig doch ein wenig ärgerte: „Im entscheidenden Spiel hatten wir zwei richtig gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Das Weiterkommen war also nicht unmöglich.“
kr
Gruppe C
USA – Nordkorea 1:2
Kolumbien – Schweden 0:3
USA – Kolumbien 1:0
Nordkorea – Schweden 0:2
Kolumbien – Nordkorea 0:1
Schweden – USA 1:0
1 Schweden 3 6:0 9
2 Nordkorea 3 3:3 6
3 USA 3 2:3 3
4 Kolumbien 3 0:5 0
Gruppe D
Brasilien – Australien 0:1
Norwegen – Äq.-Guinea 1:0
Brasilien – Norwegen 0:0
Australien – Äq.-Guinea 2:1
Norwegen – Australien 0:0
Äq.-Guinea – Brasilien 0:7
1 Australien 3 3:1 7
2 Norwegen 3 1:0 5
3 Brasilien 3 7:1 4
4 Ä.-Guinea 3 1:10 0
Finalrunde
Gruppe A:
Australien, Neuseeland, Nordkorea, Nigeria.
Gruppe B:
Deutschland, Schweden, Japan, Norwegen.
(Dienstag, 29. März, 14 Uhr, Kreissporthalle Neuhof)

Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden


