Fulda +10°/+1°C
> >     
Social Plugins können Daten übertragen (siehe Datenschutzbestimmungen)
13. Juni 2012



Eiterfelder Hendrik Hilpert wechselt nach Braunschweig

kr

Eiterfeld
Der Eiterfelder Nachwuchsfußballer Hendrik Hilpert verlässt die TSG Hoffenheim und macht den nächsten Schritt auf der Karriereleiter. Ab Juli wechselt der 17-jährige Torwart zu Eintracht Braunschweig und will sich dort für einen Profivertrag empfehlen.

Hilpert, der in Hünfeld geboren wurde und über Eiterfeld, Eintracht Frankfurt und den FC Jena nach Hoffenheim kam, ist ein gefragte Mann. Angeblich waren sogar Juventus Turin und der FC Everton an ihm interessiert: „Als ich vom Interesse der beiden Klubs gehört habe, habe ich mich geehrt gefühlt. Ich habe dann mit Kollegen vom FC Liverpool und den Bolton Wanderers gesprochen, die den Schritt gegangen sind. Letztendlich habe ich mich gegen große Namen und großes Geld, sondern für Perspektive, Nachhaltigkeit und auch eine weitere schulische Ausbildung entschieden“, erklärt Hilpert.

Dass nun der Zweitligist aus Braunschweig das Rennen gemacht hat, erklärt Hilpert so: „Seit dem ersten Telefonat haben meine Familie und ich vollstes Vertrauen gespürt“. Fast der gesamte Verein samt Manager Marc Arnold habe sich um ihn bemüht, sagt er.

Seine Zwei-Zimmer-Wohnung in der Nähe des Stadions und des Trainingszentrums der Profis wird er Anfang Juli beziehen. Dann beginnt die Vorbereitung mit der U-23-Mannschaft. „Spielen werde ich zunächst in der U 19. Ich weiß aber, dass ich mich für die Spiele in der U 23 empfehlen kann und die Möglichkeit habe, bei den Profis bleibende Eindrücke zu hinterlassen“, hofft Hilpert auf den großen Sprung.

Nachdem er in Hoffenheim bereits im Februar abgesagt hatte, musste Hilpert neue Erfahrungen sammeln: „Die Zeit danach war unschön. Eine Zeit zum Vergessen. Es war mir eine Lehre und hat mir erstmals die andere Seite des Geschäfts gezeigt. Fussball ist nicht mehr nur ein Spiel – ganz im Gegenteil“. Die Zeit in Hoffenheim bezeichnet er trotzdem als eine schöne und vor allem lehrreiche Zeit.

Die Bestätigung dafür kam durch die ein oder andere Berufung zu Lehrgängen in den Kreis der Nationalmannschaft und eine Nachnominierung zum Aserbaidschan-Länderspiel letzten Winter. „Als der Bundestrainer angerufen und mir gesagt hat, man habe mir einen Flug über Wien nach Baku gebucht und ich solle im zweiten Länderspiel zum Einsatz kommen, war das für mich etwas ganz Großes“. Die Freude hielt nicht lange an. Denn als der erste Flieger in Wien mit fast zwei Stunden Verspätung landete, war der zweite nach Baku schon unterwegs. Der nächste wäre erst am Folgetag nach Spielende eingetroffen. So flog Hendrik unverrichteter Dinge zurück nach Frankfurt.




Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden