Erste Kinderolympiade im Münsterfeld
Von Lisa Laibach
Fulda
Die Praxis Meissner/Helmkamp/Lindemann hat die erste Kinderolympiade in den Zweigen Leichtathletik, Kanusport, Waldpädagogik und „Klettern und Spielen“ veranstaltet. Der Spaß durfte dabei nicht zu kurz kommen.
In der ersten Ferienwoche fand zum ersten Mal die Kinderolympiade im Gesundheitszentrum Münsterfeld statt. Vorreiter für diese Aktion war die Kinderolympiade in Hildesheim. Die Praxis Meissner/Helmkamp/Lindemann arbeitete dafür mit verschiedenen Vereinen aus Fulda zusammen. 80 Jungen und Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren sind unter dem Motto „Bewegung – Ernährung – Motivation“ gerannt, geklettert und Kanu gefahren.
Initiator dieser Aktion war Lutz Meissner, der mit seinen Praxiskollegen Andreas Helmkamp und Timo Lindemann die Kinderolympiade ins Leben rief. Unter den 80 Kindern waren auch drei aus dem Antoniusheim dabei. Stella Rau (18) und Sophie Bauer (14) hatten großen Spaß. „Aber manchmal war ich auch ein bisschen zu faul zum Klettern“, sagt Sophie schmunzelnd.
Jeder der fünf Tage begann mit einem gemeinsamen Frühstück, und um 9.30 Uhr war Helmkamp dafür verantwortlich, die Kinder in ihre Gruppen einzuteilen. Er musste dabei gegen die aufgeregte und laute Meute ankämpfen. „Es macht riesig Spaß mit den Kindern, aber man freut sich nachmittags auch wieder, wenn Ruhe einkehrt“, gibt Helmkamp zu.
Die erste Gruppe ging bei gutem Wetter ins Fuldaer Stadion, um dort mit der SG Johannesberg Leichtathletik zu trainieren. Bei schlechtem Wetter ging es jedoch in die Sporthalle der SGJ, wo sich aufgewärmt wurde, um dann Hürden, Sprints und Slalom zu laufen. Die Kinder waren kaum mehr zu bremsen und rannten wie wild durch die Halle.
Die zweite Gruppe wurde mit dem Bus des Antoniusheims in den Wald gefahren und führte dort mit dem Forstamt Fulda einen Waldparcours durch, bei dem jeder zehn Aufgaben absolvieren musste. Einige der Aufgaben waren Tannenzapfenweitwurf, Tannenzapfenstapeln oder Blätter ihren Bäumen zuordnen. Die Erkundungen des Waldes lösten bei Jonas Heinemann (8) ein mulmiges Gefühl im Bauch aus: „Ich habe lieber gleich sechs Schokoriegel eingepackt, weil man weiß ja nicht, ob man sich im Wald verläuft. Und dafür braucht man auf jeden Fall genügend Proviant.“
Die dritte Gruppe wurde von dem Kanu-Club Fulda in die Geheimnisse des Kanufahrens eingeführt. Nachdem alle die grundlegenden Schritte erlernt hatten, wurde der Parcours auf der Fulda gestartet. Das Kanu wurde auf eine Rutsche gestellt, und von dort schnellten die Kanuten ins Wasser. Dass dabei die Kleidung selten trocken blieb, war für die Kinder kein Problem.
Die vierte Gruppe blieb im Gesundheitszentrum Münsterfeld, um dort an der Kletterwand zu klettern oder Spiele an verschiedenen Sportgeräten zu spielen. Ob dreidimensionales Tic Tac Toe, balancieren auf der Laufwalze oder die Konzentrationsfähigkeit auf dem Physiomat, einer wippenden, vertikalen und horizontalen Vibrationsplatte, verbessern– für jeden war etwas dabei. Der Kletterraum war für viele eine große Herausforderung. „Es hat mich Überwindung gekostet, die Wand hinaufzuklettern. Aber am Ende hat es sogar Spaß gemacht“, sagt Anne Schneider (11) stolz. Auch diejenigen, die Angst vor der Höhe haben, wurden durch die anderen Kletterer angespornt, sich zu überwinden und konnten am Ende stolz auf sich sein, diese Mutprobe gemeistert zu haben.
Nächstes Jahr soll das Projekt „Kinderolympiade“ erweitert und vergrößert werden. Denn von den 100 Bewerbern,, konnten nur 80 an der Olympiade teilnehmen. Es liegen jetzt schon wieder viele Anmeldungen für das nächste Jahr vor, was Helmkamp positiv stimmt: „Es freut uns, dass die Nachfrage für unsere Kinderolympiade so groß ist und dass die Kinder Spaß haben.“ Das überschüssige Geld der Aktion kommt übrigens der Organisation „Startbahn“ des Antoniusheims zugute.

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