Mini-WM: Große Emotionen auf der Tribüne
KÜNZELL Fulminanter Auftakt bei der RhönSprudel-Mini-WM: Während sich die Fußballer auf dem Feld spannende Spiele lieferten, sorgten die Fans auf den Rängen für ausgelassene Stimmung.
Aus den Boxen dröhnte der Sportfreunde-Stiller-Ohrwurm der letzten Weltmeisterschaft, auf der Tribüne jubelten Fans sämtlicher Nationen, und auf dem Spielfeld rangelte ein Pulk motivierter Nachwuchskicker um den Ball: Die Stimmung in der Künzeller Kreissporthalle war wahrhaftig weltmeisterlich. Denn die Fans der Gruppen A und B hatten sich allerlei einfallen lassen, um ihre Mannschaften anzufeuern.
Die Leistungen des Nachwuchses sorgten bei manchem Elternteil dann auch sichtlich für Emotionen – so auch in der Fan-Ecke der Mexikaner. Mit schicken Sombreros auf dem Kopf wetterten einige Väter der Spieler immer wieder: „Abspielen!“ und „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“ Mütter und Mitschüler klatschten indes fröhlich mit den mitgebrachten Rasseln. Beatrice Maul, Mutter eines Ritter-von-Haune-Schülers, erzählte: „Die Jungs waren schon am Vorabend ganz schön aufgeregt vor dem heutigen Spiel.“ Und Manfred Kropp, Trainer der französischen Mannschaft, konnte das bestätigen: „Die Mini-WM ist für die Spieler auf jeden Fall etwas anderes als ein normales Punktspiel.“
Umso größer war die Enttäuschung bei Südafrika, Nigeria, Uruguay und Griechenland – die gestern leider nicht weitergekommen sind. „Die Kinder sind mit vollem Ehrgeiz in das Turnier gegangen. Nach dem Ausscheiden sind dann schon ein paar Tränen gekullert“, sagte Manuela Budesheim, Mutter eines Bimbacher Grundschülers, die für Uruguay angetreten waren. „Wir haben uns mehrere Wochen auf das Turnier vorbereitet, haben T-Shirts und Banner beschriftet, können aber jetzt nicht mehr dabei sein“, fügte Manuela Budesheim hinzu. Doch auch wenn nun keine Hoffnung mehr auf den Pokal der Mini-WM besteht, die Chancen, den Preis für die kreativste Fan-Gruppe abzuräumen, stehen für Uruguay gar nicht einmal schlecht: Mit Trommeln und Trompeten waren die Fans in die Künzeller Kreissporthalle gereist. Manuela Budesheim hatte sogar 500 kleine Flyer gebastelt, die unter den Zuschauern verteilt wurden. Auf ihnen klebte ein Bonbon, und in schwarzen Lettern war zu lesen: „Uruguay grüßt alle Teilnehmer der Mini-WM.“
Große Mühe hatten sich auch die griechischen Fans gemacht. Einige Mütter der Spieler waren als Aphroditen – also als griechische Liebesgöttinnen – verkleidet. In weißen Gewändern und mit Buchsbaumkränzchen im Haar skandierten sie gemeinsam mit dem Schulchor der Bonifatiusschule in Horas: „Grie-chen-land!“
Lautes Grölen hallte auch bei den Matthäus-Schülern aus Steinbach von den Rängen: In nigerianische Flaggen gehüllt und mit angespannten Gesichtern verfolgten die Kinder das Spiel ihrer Mannschaft, bei der als einziges Team gleich zwei Mädchen mitspielten. Pauline Reuter (9) ging mit den Jungs auf Torjagd, während die siebenjährige Nina Gutberlet das Tor bewachte. Leider haben es die Nigerianer nicht ins Achtelfinale geschafft, aber vielleicht kommen sie ja beim nächsten Spieltag am 17. Februar zum Zuschauen wieder in die Künzeller Kreissporthalle.
Von unserer Volontärin
Katharina Ruppel

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