Kleine Talente wollen Sportasse werden
FULA Ordentliche Leistungen, motivierte Kinder, reibungsloser Ablauf, gute Stimmung – bei der dezentralen Überprüfung der Talentaufbaugruppen (TAG) am Mittwoch in der Fuldaer Gellingshalle stimmte alles.
138 Erst- bis Viertklässler von sieben Stützpunkten aus dem Bereich des Schulamts Fulda absolvierten den Sporttest.
„Das flutscht gut, wir sind gleich durch“, lobt Übungsleiter Gerhard Reichenauer (Flieden) die Veranstaltung, die in drei Stunden über die Bühne ging. Erstmals übrigens unter Regie von Heiko Glende. Der Studienrat ist seit August Koordinator des Schulsportzentrums der Rabanus-Maurus-Schule. Der gibt das Lob gleich weiter: „Ich hatte gute Mitarbeiter.“ Angefangen von Hausmeister Thomas Will, der bereits um „6.45 Uhr auf der Matte stand“, über die Schulsportkoordinatoren und Übungsleiter der TAG-Gruppen bis hin zu den Schülerinnen und Schülern der Klassen 11a und 11e des Domgymnasiums, die Testgruppenleiter waren.
Spaß hatten natürlich die Grundschülerinnen und Grundschüler, die von einer großen sportlichen Zukunft träumen. Dass sie Talent haben, zeigten sie eindrucksvoll. Beispielsweise Luca-Maria Jahn. Die Neunjährige von der Fliedetalschule ist aktuelle Siegerin im Sparkassen-Grand-Prix der Leichtathleten in der W 9. Sie fand den Test „nicht schwierig und nicht so anstrengend“. Kein Wunder, die meisten der sechs Stationen sind leichtathletische Disziplinen, wie beispielsweise der Ballwurf, bei dem sie überragte.
Die Ausbildung der Kinder soll in den Talentaufbaugruppen zwar breit angelegt werden, eine Spezialisierung erst ab der fünften Klasse in den Talentfördergruppen passieren, doch ihre Sportarten haben die meisten schon gefunden. So wie Adis Topal. Der Achtjährige von der Don-Bosco-Schule ist der Abwehrchef der Künzeller F-1-Jugend. „Und wie bist Du so im Fußball?“ „Natürlich gut!“, erklärt der Knirps. Was für eine Frage. Das Berufsziel hat er klar vor Augen: „Fußballer in der Nationalmannschaft.“ Der 20-Meter-Sprint war für ihn easy, der 8-Minuten-Lauf anstrengend und deutlich zu lang. Nicht auf den Mund gefallen ist Kumpel Flores Döppler, in zwei Monaten zehn Jahre alt. Er ist Judospezialist beim TV Petersberg und beim Koordinationstest besonders gut. „Ich habe das letzte Judoturnier gewonnen“, sagt der Träger des Weiß-Gelb-Gurts stolz. Das Leben eines Judoka sei härter als das eines Fußballers, zumindest in puncto Hausaufgaben, glaubt Döppler und liefert die Erklärung: „Die Fußballer brauchen nichts zu lernen, die müssen nur Fußball spielen.“ Ein Judoka müsse hingegen Hausaufgaben machen, damit er später auch die ganzen Wurftechniken lernen kann. Irgendwie logisch?!
Nach knapp drei Stunden fällt der Startschuss zum letzten 8-Minuten-Lauf des Tages. „Ich hatte schon ein Kribbeln im Bauch“, erklärt Daria Zutowa von der Grundschule Hattenhof. Die Langstrecke ist so gar nicht ihre Disziplin. „Aber es ging besser als im vergangenen Jahr“, freut sich die Zehnjährige über ihre Leistungssteigerung und sinkt erschöpft auf den Boden. „Da verliert man ganz schön an Power.“ Irgendwann sind alle wieder regeneriert und nehmen strahlend ihre Belohnung entgegen. Die Sparkasse Fulda hatte Trinkflaschen, Tischtennis- oder Badmintonsets spendiert.
Von unserer Redakteurin
Angelika Kleemann

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