Handball: Birkel-Truppe feiert den Klassenerhalt
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Flieden
Nach dem Schlusspfiff rannten Spieler, Betreuer und Trainer des Hünfelder SV jubelnd in Richtung der mitgereisten Fans. Durch den 35:33 (16:14)-Auswärtssieg bei Absteiger TV Flieden sicherten sich die Mannen von Gerald Birkel den Klassenerhalt in der Landesliga. .
„In der Halbzeitpause haben wir erfahren, dass Alsfeld in Landwehrhagen mit zwei Toren gewonnen hatte. Damit wären wir im Falle eines Erfolges gerettet gewesen. Das hat bei uns noch einmal eine Initialzündung ausgelöst“, frohlockte unmittelbar nach Spielende Hünfelds Trainer Gerald Birkel, der die Mannschaft im Übrigen auch in der kommenden Runde betreuen wird.
Flieden, das schon vor einigen Wochen als Absteiger feststand, war allerdings keineswegs gewillt, die Punkte freiwillig herzuschenken. Insbesondere der Ungar Tamas Szabo machte dem Team schwer zu schaffen. Der 26-Jährige entwickelte sich auch in dieser Begegnung zum Dreh- und Angelpunkt seiner neuen Mannschaft. Da Predrag Cosic relativ früh nach einem Ellenbogencheck gegen Michael Resch das Spielfeld verlassen musste, sah sich Fliedens Trainer Jürgen Handke dazu gezwungen, Szabo auch in der Abwehr einsetzen zu müssen. Dies hinderte ihn jedoch nur selten an seinem Tatendrang. Am Ende hatte er 13 Treffer auf seinem Torkonto stehen. „Er war der überragende Mann auf dem Feld“, erkannte auch Gerald Birkel die Leistung des Rückraumspielers neidlos an. Dieser riss seine Mannschaft in schwierigen Phasen immer wieder mit.
Zum Schluss gab die geschlossenere Mannschaftsleistung aber den Ausschlag für den Sieg. Und diese legte am Samstag Hünfeld aufs Fliedener Parkett. Insbesondere Rechtsaußen Thorsten Hinckel und Rückraumspieler Mark-Peter Dörge harmonierten an diesem Abend sehr gut zusammen. Für die erfolgreiche Unterbringung der Tempogegenstöße war jedoch der junge Fabian Sauer verantwortlich. „Er hat eine sehr gute Leistung gezeigt“, lobte Birkel hernach seinen Schützling, bemängelte jedoch, „dass wir die Angriffe nicht immer konzentriert zu Ende gebracht haben“.
Anfangs der zweiten Hälfte führte Hünfeld noch mit drei Treffern, Flieden kämpfte sich jedoch wieder heran und erzielte durch Friedrich die erstmalige Führung. Hünfeld wankte nun, fiel jedoch nicht und fand zu seinem Rhythmus zurück. Vor allem Hinckel, Sauer und Dörge übernahmen nun Verantwortung, schraubten die Führung auf 30:26. Flieden kämpfte jedoch erbittert und kam wieder auf einen Treffer heran (32:33). Handke beorderte nun Poch aus seinem Gehäuse und ersetzte ihn in Person eines weiteren Feldspielers namens Szlauko. Letztlich durchkreuzte jedoch Norbert Takacs diese Maßnahme. Nachdem es Siebenmeter für Flieden gegeben hatte, hielten die Schiedsrichter die Uhr zu spät an, was zu einem lautstarken Disput eines der beiden Referees mit dem Ungarn führte, an dessen Ende die Rote Karte für den Fliedener stand. Damit war die Überzahl faktisch dahin. Das Fliedener Tor blieb jedoch weiterhin verweist und nach einem abgewehrten Ball traf Keeper Tim-Niklas Dörge unter großem Jubel der Hünfelder Anhängerschaft mit einem „Weitwurf“ zum vorentscheidenden 35:32 ins leere Tor.
TV Flieden: Poch; Takacs (3), Jahn (6), Best, Szabo (13/1), Szlauko (4/2), Bergmann (4), Betz (1), Ebner, Cosic (1), Friedrich (1).
Hünfelder SV: T.-N. Dörge (1), Schaus; Sauer (7), Hinckel (8/1), Müller (3/1), M. Rehberg (1), M.-P. Dörge (6), F. Rehberg, Unglaube (4), T. Abel (2), J. Abel, Liebetrau (3), resch.
Schiedsrichter: René Lahaye/Tobias Pötsch (Bürgel, Obertshausen).
Zuschauer: 350.
Zeitstrafen: 7/5.
Beste Spieler: Szabo – geschlossene Mannschaftsleistung.
Rote Karten: Fliedens Cosic wegen groben Foulspiels (25.) und Takacs wegen Schiedsrichterbeleidigung (58.).

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