Fulda +14°/+3°C
> >     
Social Plugins können Daten übertragen (siehe Datenschutzbestimmungen)
13. September 2012



Handball: Enormer Respekt vor der neuen Bezirksoberliga

Von Konstantin Krieg

Fulda
Debüt für die neue Handball-Bezirksoberliga Melsungen/Hersfeld/Fulda. Mit von der Partie sind ab dem Wochenende auch vier hiesige Vertreter mit unterschiedlichen Erwartungen.

Absteiger Flieden strebt einen Platz unter den ersten fünf an, Hünfeld II will sich im Mittelfeld etablieren, und  FT Fulda sowie Schlitz hoffen auf den  Klassenerhalt. Durch den Zusammenschluss mit dem Bezirk Melsungen/Hersfeld präsentiert sich die neue Bezirksoberliga um einiges stärker als in den letzten Jahren, und die vier Mannschaften, die den Bezirk Fulda vertreten, sehen sich plötzlich einer sehr namhaften Konkurrenz gegenüber: Als Topfavorit auf die Meisterschaft gilt Melsungen II, deren erste Mannschaft in der Bundesliga spielt.

Flieden

Absteiger Flieden stapelt vor Saisonbeginn zunächst tief: Ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften soll es werden. TV-Keeper Manuel Poch begründet diese Zielsetzung damit, dass die neue Bezirksoberliga um einiges stärker geworden sei und man die Gegner noch nicht gut genug kenne.
Personell gestalten sich die Veränderungen des Kaders übersichtlich. Für den Ungarn Ferenc Szlauko wurde der Bruder von Norbert Takacz verpflichtet. „Es hat einfach von beiden Seiten nicht so gut mit Ferenc gepasst. Ich denke, dass wir mit Balasz Takacz einen sehr guten Ersatz gefunden haben“, mutmaßt Poch und schätzt den neuen Ungarn sogar noch einen Tick stärker ein: „Er spielt um einiges mannschaftsdienlicher  und ist kein Alleinunterhalter.“
Den Weggang von Alexander Jahn, der den TV in Richtung Hünfeld verlässt, sollen Christian Gitter, Tobias Neidert und Jens Bagus kompensieren, Eigengewächse aus der Jugend beziehungsweise aus der zweiten Mannschaft.
Die Stimmung sei um einiges besser als noch in der Vorsaison, erklärt Poch. Die drei Ungarn und die vielen jungen Spieler ergeben zudem eine sehr gute Mischung. Zu einem Problem könne die dünne Besetzung des Kaders werden, so der TV-Keeper weiter.
Das erste Spiel bestreitet Flieden am Sonntag (17 Uhr) daheim gegen Völkershausen.

Hünfeld II

Uwe Hoffmann, Trainer der Hünfelder Reserve, kann auf die Dienste von Christian Wolff zurückgreifen, der zuletzt vereinslos war. „Christian wird sehr wichtig für unsere Abwehr sein, und auch im Angriff kann er alle Rückraumpositionen  begleiten. Leider wird er aufgrund seines Berufs und weil er aus dem Eschweger Raum kommt, nicht regelmäßig spielen können“, weiß Hoffmann. Darüber hinaus kehrt Kilian Wagner, der bei den Hünfeldern das Handballspielen erlernt hat, aus der Fliedener A-Jugend zurück. Dieser soll zunächst noch an den Seniorenhandball herangeführt werden, aber schon ab der Rückrunde will der Trainer voll auf ihn bauen. Michael Wehner kehrt nach einjähriger Verletzungspause zurück und soll  auf Linksaußen für Treffer sorgen.
Weil sich der Keeper Konstantin Neuhann das Kreuzband gerissen hat, wird Tim-Niklas Dörge in erster Linie bei der „Ersten“ spielen. Uwe Hoffmann befürchtet daher in der Runde ein Torwartproblem, denn mit Mark Hanning befindet sich nur noch ein Torhüter im Kader. „Außerdem werden wir Probleme bekommen, weil  einige Studenten nicht regelmäßig spielen können“, erklärt Hoffmann weiter.
Als Saisonziel gibt der Trainer einen sicheren Mittelfeldplatz aus, was sich jedoch aufgrund der sehr viel stärkeren Bezirksoberliga sehr schwierig gestalten wird, weiß Hoffmann.
Die Hünfelder müssen am Samstag (18.30 Uhr) gegen Datterode/Röhrda.  

FT Fulda

Weil Oliver Brähler aus Beruflichen Gründen als Trainer zurücktreten musste, übt Fuldas Florian Scholz das Amt des Spielertrainers aus. Und gleich zu Beginn seiner Trainerkarriere sieht sich Scholz erheblichen personellen Problemen gegenüber: Mit Adrian Link verlässt einer der Leistungsträger schlechthin den Verein in Richtung Großenlüder, Sebastian Schrimpf und Neuzugang Mario Rücker fallen verletzungsbedingt langfristig aus. Außerdem befinden sich einige Studenten im Team, die weder regelmäßig trainieren noch spielen können.
Scholz sieht die Stärken der Fuldaer vor allem in der körperlichen Robustheit der Spieler . Die neue bezirksübergreifende Bezirksoberliga schätzt er eher als eine schwächere Landesliga ein, in der nur der Klassenerhalt das Ziel sein könne. Zum Auftakt geht es am Samstag (20 Uhr) gleich gegen den Meisterschaftsfavoriten Melsungen II.

Schlitz

Zwei Wochen vor Saisonbeginn stand Schlitz plötzlich vor dem Neubeginn. Trainer Bernd Stückradt wurde aufgrund von Differenzen mit einigen Spielern entlassen. Neuer Coach ist Carsten Braun, der noch in der letzten Saison als Spieler für Schlitz aktiv war. Für ihn war das kein Problem: „Das Verhältnis zu den Spielern passt, wir sind alles Einheimische und kennen uns schon seit Jahren. Ein bisschen werde ich noch feilen, aber an sich werde ich das Konzept so weiterführen wie gehabt. Ich denke dass uns eine externe Lösung nicht wirklich geholfen hätte.“
Die Abgänge von Tim Stückradt und Ralf Langstein, der seine Karriere beendet, wurden mit Spielern aus der eigenen Jugend kompensiert. Leute wie Lennert Sitzmann, Jonas Langstein, Sandro Weickert und Joschua Gerninghaus hätten laut Braun grundsätzlich das Format, sich in der Liga durchzusetzen. „Natürlich brauchen die Jugendspieler noch ein bisschen Erfahrung, aber vom rein Körperlichen sind sie der Herausforderung gewachsen“, so der neue Trainer. Priorität Nummer eins sei für Braun in  der Klassenerhalt.
In Wanfried bestreiten die Schlitzer am Samstag (18 Uhr) ihr erstes Saisonspiel.




Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden