FULDA Die Leichtathleten der Region laufen weiter auf der Erfolgswelle: Der Friesenhausener Heiko Baier gewann die norddeutschen Hallenmeisterschaften; die Hahner-Zwillinge erzielten beim Ländervergleichskampf tolle Ergebnisse.
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Im Trikot seines neuen Clubs LG Braunschweig schlug Baier bei norddeutschen Meisterschaften den finnischen WM- und EM-Teilnehmer Jonas Hamm über die 3000 Meter. Neben seinem Vereinskameraden ließ Baier mit Robert Krebs (Berlin) einen weiteren B-Kaderathleten hinter sich Baier ging das Rennen verhalten an und hielt sich bis zur 1000 Meter Marke in der Mitte des Feldes auf. Als dann Krebs die Spitze übernahm, setzte Baier sofort nach und setzte sich taktisch clever laufend an Position zwei. Immer direkt hinter Baier blieb der Finne Hamm, der seinen Clubkameraden Baier wohl als seinen stärksten Konkurrenten ausgemacht hatte.
Das Rennen war nicht sehr schnell und man durchlief die 2000 Meter Marke in 5:38 Minuten. So kam es, dass das Feld drei Runden vor Schluss fast noch komplett zusammen war. Kurz nach der 2400- Meter-Marke machte Baier ernst und ging mit einem selbstbewussten forschen Antritt an die Spitze. Nur der Hamm konnte Baier noch folgen. 300 Meter vor dem Ziel zog der Friesenhausener das Tempo nochmals an – und hängte Hamm ab. Mit 3,5 Sekunden Vorsprung erreichte Baier das Ziel, auf Krebs hatte er sich rund 50 Meter Vorsprung (8,3 Sekunden) erlfauen. Die letzten 600 Meter lief der Osthesse in ausgezeichneten 1:28 Minuten.
Hahners sind wieder ganz vorne dabei
Am kommenden Wochenende wird Baier eventuell noch bei einem international besetzten Meeting in Leipzig über 1500 Meter an den Start gehen, um noch mal ein Rennen zu bestreiten was von Anfang an schnell gestaltet wird. Zwei Wochen später steht für Baier dann der erste Saisonhöhepunkt mit den deutsche Hallenmeisterschaft über 3000 Meter in Karlsruhe auf dem Programm. Beim Ländervergleichskampf in Neukirchen (Ruhrgebiet), der im Rahmen des Deutschen Cross-Cups ausgetragen wurde, wurde Anna Hahner Zweite und war damit beste deutsche Juniorin, Zwillingsschwester Lisa erzielte als Sechste ebenfalls ein tolles Ergebnis. „Es war ein tolles Rennen. Zum einen war das Wetter total klasse, sodass wir sogar im T-Shirt laufen konnten, zum anderen war es spannend und das Ergebnis gut“, freute sich Anna über ihre Zeit von 19:06 Minuten.
Von Beginn an hatte sie das Feld, in dem Starterinnen aus der Schweiz und Holland vertreten waren, mit der Belgierin Zenobie Vangansbeke angeführt und sich dann einen packenden Zweikampf geliefert: „Wir haben uns mit der Führung die ganze Zeit abgewechselt und immer wieder versucht, die andere vielleicht abzuschütteln. Auf den letzten 300 Metern ist sie dann an mir vorbeigezogen“, so die 20-Jährige. Schwester Lisa war auf matschigem Untergrund knapp 40 Sekunden hinter ihrem Zwilling unterwegs und befand: „Es hat richtig viel Spaß gemacht und ich habe mich wieder gesteigert. Also es war ein gelungenes Wochenende“. Lisa wurde viertbeste Deutsche. Nun bereiten sich die beiden Osthessinnen auf die Deutschen Meisterschaften am 6. März vor.
tb
Veröffentlicht am 08.02.2010 17:23 Uhr Zuletzt aktualisiert am 08.02.2010 17:23 Uhr