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1. Juni 2012



Hessenliga: Mit einem Sieg ist der Lehnerzer Aufstieg perfekt

kr

Lehnerz
Läuft alles rund, dann könnte der TSV Lehnerz bereits am Samstag (18 Uhr) im Heimspiel gegen den FCA Darmstadt den Aufstieg in die Hessenliga perfekt machen. Doch selbst bei einer Niederlage hätten die Lehnerzer auch am letzten Spieltag weiterhin alles selbst in der Hand.

Die Konstellation vor dem morgigen Spiel ist klar: Gewinnt Lehnerz, dann ist der Drops gelutscht, da durch den Wechsel von Aschaffenburg nach Bayern aus der diesjährigen Relegation zwei Teams aufsteigen.

„Ganz unabhängig davon, wie die letzten beiden Spiele enden. Dieser momentane Erfolg ist ein großer Verdienst des Trainers Rolf Gollin“, bricht Abteilungsleiter Michael Hamperl eine Lanze für den Coach. „Man muss sich das mal überlegen: Seit er seinen Weggang zum Saisonende bekannt gegeben hat, wurden alle Spiele gewonnen. Er hat es geschafft, aus dem TSV Lehnerz einen verschworenen Haufen zu machen – damit meine ich auch den Zusammenhalt neben dem Platz, der in den 90 Minuten auch auf dem Feld immer wieder deutlich wird. Die Mannschaft zerreißt sich für den Erfolg.“

Ein Sieg gegen den FCA Darmstadt wäre auch die Fortsetzung einer ganz persönlichen Serie von Gollin. Bei allen Vereinen, bei denen Gollin bislang Trainer war (Niesig, Horas, Petersberg) hat er sich nach drei oder vier Jahren eine Klasse höher verabschiedet.

Morgen nun könnte Lehnerz Clubgeschichte feiern und 15 Jahre nach dem Aufstieg in die Verbandsliga den nächsten Schritt nach oben machen. Große Angst muss man vor dem FCA Darmstadt nicht haben. Schließlich belegte das Team auch deshalb in der Hessenliga nur den 16. Platz, weil auswärts kein einziges der 17 Spiele gewonnen wurde. Darmstadt erzielte in der Fremde ganze 13 Tore. Beim 0:0 am Mittwoch gegen Obertshausen war der Gegner die bessere Mannschaft.

Dass der FCA Darmstadt am vergangenen Donnerstag vor dem Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt hat, beeinflusst die Relegation nicht. Erst für den Fall der Insolvenzeröffnung wird der FCA eventuell aufgelöst, muss aber mindestens eine Klasse tiefer. Da dies dauert, wird – je nach Ausgang der Relegation –  kommende Saison entweder Hessen- oder Verbandsligafußball beim FCA gespielt.

Nach einer Steuerprüfung sollen dem FCA bis zu 300 000 Euro fehlen. „Wir sind absolut zahlungsunfähig“, sagt der zweite Vorsitzende Andreas Bergmann, der aber gleichzeitig betont, dass sein Verein den Etat für die nächste Saison bereits gedeckt hat. 




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