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12. August 2012



Hosenfeld macht die 0:5-Derbyklatsche aus dem Vorjahr vergessen

Von Ralph Kraus

Großenlüder
Letztlich eine klare Sache war das Derby zwischen dem SV Großenlüder und der Spvgg. Hosenfeld. Nachdem die Teutonia im Vorjahr noch mit 5:0 die Oberhand behielt, gab es diesmal eine 1:4 (0:2)-Heimpleite, die deutlich machte, wie schwer die Saison für Großenlüder werden wird.

„Wer mit so wenig Leidenschaft in ein Derby geht, der muss sich nicht wundern, wenn das am Ende so ausgeht. Die erste Halbzeit war ganz schlecht von uns. Da hat alles gefehlt“, schimpfte Großenlüders Spielertrainer Dominik Möller über die Einstellung.

In jener ersten Halbzeit haben die Teutonen letztlich auch die Partie verloren. Beide Treffer bis dahin waren Freistoßtore von Marco Grösch. Der Erste schlug über die Mauer geschlagen fast im Winkel ein und war unhaltbar. Den Zweiten – aus fast der gleichen Position – hob Grösch wieder über die Mauer. Diesmal kam der Ball aber flach und Keeper Schäfer sah nicht gut aus.

Wie auch immer: Nach der Pause wachte Großenlüder auf und hatte eine starke Phase von zehn Minuten, als Hohmann mit einem herrlichen Schuss in den Giebel den Anschluss machte. „Danach hatten wir nochmal Glück. Wenn der Kopfball von Andre Pfeffer zum 2:2 drin ist, dann läuft das Spiel vielleicht anders“, gab Hosenfelds Kapitän Florian Grünewald später zu.

Doch der Spielführer hatte recht in seiner Analyse, dass Hosenfeld ein verdienter Sieger war. „Vielleicht war es am Ende ein Tor zu hoch, aber man hat heute gemerkt, wie wichtig unser Tor zum 3:3 am Freitag gegen Borussia Fulda war. Dadurch war die Moral super.“

Entschieden wurde die Partie dann im Endspurt, als Gesang den dritten guten Konter mit einem Schuss in die lange Ecke und so zum 1:3 abschloss. Murat Anli (87., Latte) hätte noch erhöhen können und vor der Pause – alsGroßenlüder  nichts  zwingendes zustande brachte  – besaß Stefan Stramm ein dickes Ding, als er frei auf Schäfer zulief, aber der Schlussmann gut reagierte (37.).

Das seine Teutonia schon wieder eine Halbzeit lang benötigte, ehe sie aufwachte und fightete, kann Dominik Möller indes überhaupt nicht verstehen. „Das war ja am Freitag in Bad Soden schon ganz genauso. Erklären kann ich mir das überhaupt nicht. Immerhin hat man gesehen, dass wir fit sind. Sonst wäre eine so gute Leistung wie nach dem Wechsel garnicht möglich gewesen.“

Großenlüder: Schäfer; Jäpel, Möller, Vogel (46. Ripka), Reinhardt, Rexhepi (64. Lehmann), Hohmann, Schönherr, Loch, Hasenauer, Pfeffer.
Hosenfeld: Güclü; Schenk, Braun, Link, Grünewald, Grösch (89. Christoph), Anli, Martella, Gesang, Stramm (74. Beikirch), Rützel (62. Erb).
Schiedsrichterin: Olivia Depta (Huttengrund). Zuschauer: 400. Tore: 0:1 Marco Grösch (3.), 0:2 Marco Grösch (44.), 1:2 Dominik Hohmann (60.), 1:3 Andreas Gesang (86.), 1:4 Janosch Christoph (90.+2).




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