Kanu: Baumann/Walter wollen zur WM
dpBei perfekten Wasser- und Wetterverhältnissen starten die Wildwasserkanuten des Deutschen-Kanu-Verbandes (DKV), darunter die Sportler des KCF, am Mittwoch in ihre internen Qualifikationswettkämpfe zu den Weltmeisterschaften im französischen La Plagne.
Dabei trifft sich in der Wintersporthochburg Europas Paddel-Elite, um gemeinsam die jeweiligen nationalen WM-Qualifikationen auf der Isère auszutragen. Neben den Deutschen sind auch die Verbände aus Italien, der Schweiz, Tschechien und Slovenien am Start, somit dient die Qualifikation gleichzeitig als Standortbestimmung hinsichtlich der WM Ende Juni.
Nach der erfolgreichen Heim-WM im vergangenen Jahr, als mit fünf Sportlern der Kanu-Club Fulda das größte Kontingent an WM-Teilnehmern stellte, müssten die Barockstädter in diesem Jahr bereits an der Quali einige herbe Rückschläge einstecken: Josef Baumann im Kajak Einer (K1) kann ebenso wenig an der nationalen Qualifikation teilnehmen, wie der aus der nähe von Hamburg kommende und für Fulda startende Canadier-Einer-Spezialist (C1) Jasper Eckert. Baumann hat Ende April eine Referendariatsstelle angenommen, Eckert steckt mitten in den Abiturprüfungen. „Da sowohl die Quali, als auch die WM nicht in den Ferien liegen, hat ein Start für mich keinen Sinn. Für die Quali hätte ich zwar eventuell noch freibekommen – aber was bringt mir das, wenn ich dann bei der WM eh nicht starten kann“, erklärt Baumann seinen Startverzicht.
Ein Fünkchen Hoffnung besteht indes noch für Eckert: Aufgrund der guten Leistungen bei den vorangegangen Ranglistenrennen kann er auf eine Nominierung des Trainerrates auch ohne Quali-Ergebnis hoffen.
Somit verbleiben als einzige Fuldaer Starter die letztjährigen Weltmeister, Johannes Baumann und Lars Walter, im Canadier Zweier (C2). Doch auf eine Wildcard wegen ihres WM-Titels dürfen die beiden nicht hoffen, für sie gelten die selben Qualifikationskriterien wie für den Rest des Teams: Heute finden ein Classic-Wettkampf sowie zwei Sprintläufe statt. Morgen folgt dann das gleiche Programm in umgekehrter Reihenfolge.
Nach Addition aller vier Wettkämpfe in eine Rangliste werden die beiden besten Sportler in den Kategorien K1 Herren, K1 Damen und C1 Herren, sowie das beste Boot in der Kategorie C2 Herren dem Vizepräsidenten Leistungssport zur Nominierung vorgeschlagen. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten bestenfalls vier Siege her, damit der Erfolgs-C2 den ersten Ranglistenplatz erreicht.
„Wir sind zwar bis dato noch nicht in der Form wie bei unserem Titel im vergangenen Jahr, aber dennoch auf einem guten Weg. Die schwierige Strecken auf der Isére sollten uns liegen“, so Baumann/Walter. Indes waren die Nachwuchskanuten bei den Schülerspielen auf dem Rhein bei Köln. Christopher Massini gewann bei den Schülern A, genauso wie Till Fladung bei den Schülern B und Christina Massini (Schülerinnen C).

Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

