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9. März 2010



Mini-WM: Achtelfinale mit Bratpfannen

NEUHOF Freud und Leid lagen auch diesmal bei der RhönSprudel-Mini-WM dicht beieinander. Während die einen über den Einzug ins Finale jubelten, ließen die anderen die Köpfe hängen. (FOTOSTRECKE)

Die Mini-WM ist nichts für schwache Nerven: Das Achtelfinale in der Kreissporthalle in Neuhof war an Spannung kaum zu überbieten. Und nicht nur so manchem Spieler auf dem Platz stand die Anspannung ins Gesicht geschrieben – auch Mütter, Väter, Omas und Opas bibberten mit ihren Teams auf den Rängen und feuerten die Spieler lauthals an. Dazu mitgebracht hatten sie Trommeln und Fanfaren, Rasseln und sogar Bratpfannen. Mit der Pfanne in der rechten Hand und einem Stöckchen in der linken trommelte der kleine Tim Adomeit aus Burghaun für die mexikanische Mannschaft, was das Zeug hielt. „Ich hatte keine Trommel, da hab ich in den Küchenschrank geschaut und kurzerhand die Bratpfanne umfunktioniert“, erklärte er.



Gefunden
Eine olivgrüne Jack- Wolfskin-Jacke in Größe 140 ist auf den Rängen liegen geblieben. In der Tasche befand sich ein Handy. Wer beides vermisst, kann sich unter Telefon (06 61) 28 03 38 melden.
Einfallsreich zeigten sich auch die algerischen Fans: Elisabeth Hälbig, Rektorin der Probst-Conrad-von-Mengersen-Schule Johannesberg, hatte sich eigens für das Spektakel in einen schwarzen, orientalisch anmutenden Umhang gehüllt. Mit Schleier über dem Kopf klatschte sie für ihre Mannschaft. „Wir haben die letzte Schulstunde genutzt, um die Kinder zu schminken“, erzählte sie und fügte hinzu: „Heute war die Mannschaft extrem aufgeregt. Das hat man ihr im ersten Spiel auch angemerkt.“ Nach einer spannenden letzten Partie gegen Japan mussten die Algerier schließlich ausscheiden. „Wir haben gekämpft, aber zum Schluss hat uns dann das Glück gefehlt. Jetzt sind die Kinder ganz schön ausgepowert und traurig“, sagte Algeriens Trainer Damir Katusic. Umso größer war die Freude bei den Japanern. Nach der Niederlage im ersten Spiel hatte Trainer André Happe sein Team zu einer Lagebesprechung zusammengetrommelt. „Wir haken das verlorene Spiel jetzt ganz schnell ab und spielen volle Lotte“, motivierte er die Eichenzeller Grundschüler und gab ihnen mit auf den Weg: „Das Mittelfeld muss sich mehr Bälle von hinten holen.“

Die Anweisungen des Trainers schienen auch zu fruchten – jedenfalls gelang den Eichenzeller Nachwuchsfußballern letztlich der Einzug ins Finale. Dazu verhalf den Japanern vor allem die achtjährige Celine Gerhard: Gleich zweimal traf die junge Fußballerin aus Rothemann und wurde nach dem letzten Spiel von Trainer André Happe auf den Schultern durch die Kreissporthalle getragen. „Ich würde gerne mal in der Nationalmannschaft mitspielen“, sagte sie – das Talent dafür scheint sie zu haben.

Von unserer Volontärin
Katharina Ruppel









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