Landesliga: Großenlüder erzittert sich die Punkte
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Großenlüder
„Das hat Nerven gekostet. Aber es hat gereicht“, lautete der treffende Schlusskommentar von Hallensprecher Günther Hahn, nachdem der SSV Großenlüder seinen ersten Saisonsieg in der diesjährigen Landesliga-Saison eingefahren hatte.
Aufsteiger HSG Vulkan Vogelsberg hatte den Mannen von Trainer Udo Steinmüller wahrlich alles abverlangt. Am Ende musste man sich aber nach einer knappen 34:35 (16:19)-Niederlage geschlagen geben.
„Unter dem Strich bleibt: Hauptsache gewonnen. Wir haben nach der zwischenzeitlich klaren Führung viel zu hektisch gespielt, einige Angriffe viel zu schnell abgeschlossen, so dass Vulkan dank seiner Tempogegenstöße wieder ins Spiel zurückgekommen ist“, zeigte sich Steinmüller nach dem ersten doppelten Punktgewinn der neuen Runde keineswegs zufrieden mit der Leistung seines Teams. Dieses erlebte während der 60 Minuten eine Vielzahl an Höhen und Tiefen, lag Mitte der ersten Hälfte gar mit 7:9 im Rückstand. Insbesondere der Ex-Großenlüderer Sebastian Schönherr im Vulkan-Tor konnte in dieser Phase den ein oder anderen Ball seiner Ex-Kollegen abwehren.
Doch ab der 20. Minute spielte Großenlüder seine Angriffe etwas konzentrierter zu Ende, so dass diesGastgeber bis zur Pause gar einen Drei-Tore-Vorsprung herausarbeiten konnten.
Dieser wuchs bis zur 43. Minute gar auf vier Treffer an (26:22). Doch plötzlich – im Gefühl des vermeintlich sicheren Sieges – wirkten die Gastgeber unkonzentriert. Selbst ein Lukas Dimmerling traf zwischen der 44. und 55. Minute nicht in dem Maße wie sonst – sicherlich auch ein Verdienst von Roman Taday, der inzwischen Sebastian Schönherr im Vogelsberger Tor abgelöst hatte. Als Michael Wahl in der 48. Minute schließlich der Ausgleich zum 27:27 gelang, begann die Begegnung faktisch von vorn. Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl niemand der 450 Besucher den Ausgang der Partie vorauszusagen gewagt und geglaubt, dass Lukas Dimmerlings Treffer zum 35:34 drei Minuten vor dem Ende das letzte Tor der Begegnung sein würde. Ab der 50. Minute musste Vulkan zudem ohne Stefan Gölz auskommen, der nach einem rüden Foul an Stefan Heyl die Rote Karte erhielt.
Vogelsberg hatte also noch 180 Sekunden Zeit, dem Spiel eine Wende zu geben. Aber ein starker Marcus Hering, der eine fast 20 Minuten dauernde Auszeit in der zweiten Hälfte dazu genutzt hatte, um neue Konzentration zu sammeln sowie eine nun sattelfestere Hintermannschaft gepaart mit dem nötigen Quäntchen Glück sorgten letztlich dafür, dass der erste Sieg unter Dach und Fach gebracht werden konnte.
Großenlüder: Hering, Di Meglio; T. Kreiss (3), Schmitt (1), Link (2), Helmer (3), Heyl (10/5), Medler (2), Gerhard (1), Hendler, Wagner (2), L. Dimmerling (11).
Vulkan Vogelsberg: Schönherr, Taday; Peppler, Loll (7/2), L. Kröll (1), M. Zander, Ma. Wahl (3), S. Zander, Schmitt, Gölz (3), Zinn (8/3), Mi. Wahl (5), Heinemann (3), F. Zander (4).
Schiedsrichter: Graf/Duplois (Höchstadt). Zuschauer: 450. Beste Spieler: Geschlossene Mannschaftsleistungen. Rote Karte: Vulkans Gölz nach grobem Foul an Heyl (50.).

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