Leichtathletik: Stütz überrascht
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Fulda
Antonia Werner (TV Flieden) ist Süddeutsche Meisterin im Hürdensprint, Selina Stütz (TSG Schlitz) überrascht als Deutsche Vizemeisterin im Blockmehrkampf Sprint/Sprung, und ihre Teamgefährtin Hanna Gambetta schrammt bei den „Süddeutschen“ im Weitsprung als Vierte knapp am Podest vorbei.
Das sind die erfreulichen Nachrichten des Leichtathletik-Wochenendes. Die übrigen hiesigen Starter machten hinter die Titelkämpfe mehr oder weniger einen Haken.
Stütz bejubelt Vize-Titel
Für die größte Überraschung sorgte allerdings Selina Stütz. „Das ist der Wahnsinn“, jubelt auch Trainerin Cornelia Gambetta. Dabei war für die 14-Jährige von der TSG Schlitz bei der Mehrkampf-DM in Wesel sogar noch mehr drin gewesen als die Vizemeisterschaft im Block Sprint/Sprung. Denn der sprintstarken Mehrkämpferin fehlten am Ende mit ihren 2686 Punkten gerade einmal vier Zähler zum Titel.
Den holte sich Fenja Ricarda Brennholt von der LGWattenscheid, die von der früheren Weltklasse-Siebenkämpferin Sabine Braun trainiert wird. Selina Stütz lief die 100 Meter in 12,85 Sekunden, die 80 Meter Hürden in 12,51 Sekunden, überquerte mit 1,56 Meter ihre eigene Körpergröße im Hochsprung, sprang 5,13 Meter weit und erzielte im Speerwurf 24,30 Meter: Ziel erreicht.
Werner mit Endlaufzeit unzufrieden
Eines ihrer zwei Ziele hat Antonia Werner bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar erreicht und den Titel über die 100 Meter Hürden geholt. Mit ihrer Endlaufzeit von 13,72 Sekunden war die 24-Jährige allerdings alles andere als zufrieden. „Im Vorlauf sah alles noch sehr gut und locker aus, bin ich technisch sauber über die Hürden gelaufen“, resümiert die Mittelkalbacherin. Und schnell war sie. Die 13,52 Sekunden, natürlich schnellste aller Vorlaufzeiten, ließen für das Finale einiges erhoffen.
„Ich wollte mehr Druck machen, was auch acht Hürden lang klappte. Dann bin ich wohl leicht aus dem Tritt gekommen, nahm die neunte Hürde nicht optimal, verlor an Schwung und touchierte die zehnte Hürde leicht mit dem Nachziehbein und mit dem Fuß“, beschreibt sie das Mißgeschick gegen Ende des Laufes. Ärgerlich, denn sonst wäre sicherlich eine schnellere Zeit als die aus dem Vorlauf rausgesprungen. Die 13,72 Sekunden haben immerhin noch zum Sieg vor Sabrina Lindenmayer (Sindelfingen, 13,85 Sek.) gereicht.
Verkorkster Hürdenlauf bei Gambetta
Nach verkorkstem Hürdenlauf am Samstag lief es für Hanna Gambetta am Sonntag im Weitsprung der U 18 besser. Die 16-Jährige zeigte Konstanz, sprang fünf Mal über 5,50 Meter und wurde mit 5,69 Metern Vierte. Die Generalprobe für die deutschen Siebenkampfmeisterschaften am kommenden Wochenende war geglückt.
Den übrigen hiesigen Startern glückte in Wetzlar nur wenig. „Wir haben olympisches Flair genossen“, witzelt Johannesbergs Trainerin Brigitte Auth. Und so holten sich die Aktiven nach verpatzten Wettkämpfen Autogramme bei der Speerwurf-Silbermedaillengewinnerin Christina Obergföll (LG Offenburg) und Hammerwerferin Kathrin Klaas (Frankfurt), die beide ihre Wettbewerbe auch gewannen.
Die Leistungen der Johannesberger und Fuldaer Starter sind schnell aufgezählt. Die U-18-Staffel der Jungen (Jannik Dux, Markus Weißmüller, Timo Freier und Carsten Storch) ließ nach dem ersten Wechsel den Stab fallen und wurde disqualifiziert. Das Mädel-Quartett mit Laura-Marie Bauer Campuzano, Michaela Schuck, Lisa Schwendener und Annika Müller landete nach verpatztem ersten Wechsel in 52,88 Sekunden auf Rang elf. Hinzu kam ein ordentlicher achter Rang von Dreispringer Carsten Storch, der in der U 18 12,32 Meter erzielte.

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