Maberzell unterliegt erneut
Von Angelika Kleemann
Fulda
Und wieder nichts Zählbares. Nach zwei unglücklichen 2:3-Niederlagen hat der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gestern beim TTCFrickenhausen eine satte 0:3-Schlappe kassiert.
Damit sind die Maberzeller in der Tabelle der Tischtennis-Bundesliga auf den sechsten Rang gerutscht. Doch verlief die Partie enger, als es das Ergebnis vermuten lässt, denn zwei Matches gingen über die volle Distanz. „So Spiele gibt es“, kommentiert Maberzells Vorsitzender Stefan Frauenholz, der nicht sonderlich geschockt schien. „Wir wussten, dass die Liga so stark ist. Die Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe haben wir gewonnen, gegen die Topteams kann man auch verlieren“, sieht es der Fachmann sportlich und ergänzt: „Es war nicht unser Tag.“
Dabei begann Robert Svensson stark gegen Abwehrer Wang Yang, nahm dem 18-Jährigen zwei Sätze ab und führte im dritten Durchgang bereits 2:0. „Robert verschlug dann einen hohen Ball, und von da an war der Wurm drin. Hätte er den Punkt gemacht, hätte er den Satz und das Spiel sicherlich nicht mehr aus der Hand gegeben“, mutmaßt Frauenholz. Doch Frickenhausens Chinese wurde immer stärker, drehte die Partie und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Noch dramatischer verlief das Spiel von Wang Xi. Der lag gegen seinen harten Widersacher Steffen Mengel nach zwei verlorenen Sätzen im dritten Durchgang mit 1:4 hinten. Sollte es wieder eine klare 0:3-Niederlage wie in der vergangenen Saison werden? Doch Wang Xi fand ins Spiel zurück, glich zum 2:2 aus, um sich dann im Entscheidungssatz dem 24-Jährigen – übrigens der älteste Spieler bei Frickenhausen – beugen zu müssen. Kreidebleich registrierte Maberzells Abwehr-Ass seine vierte Niederlage in Serie. Von einer Krise will Frauenholz allerdings nichts wissen: „Wang Xi hat das Tischtennisspielen nicht verlernt.“
Und das Drama nahm seinen Lauf, denn auch Youngster Patrick Franziska konnte nicht die Reißleine ziehen. Obwohl der 20-Jährige hervorragende Ballwechsel zeigte und mit seiner starken Vorhand immer wieder punktete, war der in einigen Tagen 18 Jahre alt werdende Japaner Koki Niwa der souveränere Spieler. Franziska verschlug im zweiten Durchgang beim 10:9 seinen Satzball, was der Japaner gleich bestrafte. Im dritten Satz kam Franziska immer wieder heran, doch vergab er einige leichte Bälle und erhielt prompt die Quittung.
„Gut, dass wir jetzt sechs Wochen EM-Pause haben“, sagt Frauenholz.
Ergebnisse: Wang Yang – Robert Svensson 3:2 (6:11, 9:11, 11:6, 11:4, 11:5), Steffen Mengel – Wang Xi 3:2 (12:10, 11;7, 7:11, 7:11, 11:9), Koki Niwa – Patrick Franziska 3:0 (11:7, 12:10, 11:6).

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