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23. März 2010



Chile gewinnt dank Super-Torwart Mini-WM

NEUHOF Mit einem echten Überraschnungssieg endete gestern die RhönSprudel-Mini-WM powered by Fuldaer Zeitung. Auch dank eines überragenden Maximillian Weisbecker im Tor holte sich Chile den Weltmeistertitel (Fotostrecke).

Das Endspiel stand stellvertretend für eine Finalrunde, die spannender und ausgeglichener kaum hätte sein können. Wie schon das Halbfinale der Chilenen gegen Mexiko sowie das Spiel um Platz drei zwischen Mexiko und Frankreich wurde auch das Endspiel im Siebenmeterschießen entschieden. Beim entscheidenden Strafstoß wurde eben jener Maximilian Weisbecker endgültig zum Helden, als er den entscheidenden Schuss von Neuseeland parierte. Das Halbfinale eingerechnet entschärfte Weisbäcker gleich vier Siebenmeter. Damit wandert der Pott in die Bardoschule nach Neuenberg.



Klassenlehrer und Trainer Martin Aschenbrücker blieb trotz des Erfolges bei seinem Rückblick eher gelassen. „Ich war mir sicher, dass wir die Vorrunde überstehen würde. Danach wusste ich, dass wir nicht schlecht sind, aber auch, dass alles ein bisschen vom Glücks abhängt. Grundlage für den Sieg war unsere Abwehr.“

In der Bardochule wird gefeiert

Torschützenliste
Gianluca Möser (Brasilien)  10
Leom Zentgraf (Frankreich)  5
Jan Gutberlet (Mexiko)  5
Jonas Özgör (Chile)  4
Jonas Möller (Südkorea)  4
Dominik Schneider (Neuseeland)  3
Jona Katusic (Algerien)  3
Tom Naar (Algerien)  2
Fabius Schnopp (Australien)  2
Dennis Reichmann (Südafrika)  2
Lauritz Sabo (Argentinien)  2
Dario Hilgenberg (Südkorea)  2
Tim Schuster (Griechenland)  2
Bilal Mehmedov (Kamerun)  2
Maximilian Wilhelm (Dänemark)  2
David Brähler (Spanien)  2
Tobias Möller (Portugal)  2
Janne Hoffmann (Chile)  2
Joshua Langer (Elfenbeinküste)  2
Michael Klassen (Mexiko) 2
Hendrik Heuring (Chile)  2
Silvio del Signore (Mexiko) 2
Julian Parzeller (Frankreich) 2
Recht hat er: Schließlich kassierte seine Mannschaft im gesamten Turnierverlauf in elf Spielen nur ein einziges Gegentor (im Achtelfinale gegen Frankreich). Aschenbrücker fügt an, „dass wir uns im Sturm schwer getan haben, sonst hätte wir früher alles klar gemacht.“ Sein Team hatte auch Pech, dass Dejan Milenkosvki im Halbfinale gegen Mexiko 32 Sekunden vor Schluss beim Stand von 0:0 nur den Pfosten traf und so ins Siebenmeterschießen musste. Übrigens: Wie genau die Titelfeier aussehen wird, ist noch offen. „Wir werden aber in der Schule noch ein bisschen feiern“, verspricht Aschenbrücker. Der Sieg der Bardoschule war womöglich auch auf geistlichen Beistand zurückzuführen. Pfarrer Stefan Bürger ließ es sich jedenfalls nicht nehmen, „seine“ Mannschaft vor Ort anzufeuern. Zwar musste er wegen eines Termins früher weg, doch stellte er schon da schmunzelnd fest: „Meinen Teil habe ich getan, den Rest machen die Jungs jetzt alleine.“ Es schien, als hätten sie sich die Worte ihres Pfarrers zu Herzen genommen…

Ganz groß war auch diesmal wieder der Auftritt von Neuseeland. Am Ende stand zwar die Endspiel-Niederlage einer starken Mannschaft, aber die war schnell vergessen und so feierten die „Kiwis“ die Vize-Weltmeisterschaft. Dabei musste die Bonifatiusschule Dipperz diesmal auf Rektor und Teamchef Knut Seuring verzichten. Er wurde aber von Matthias Kircher prächtig vertreten.

„Wenn ich das ganze Turnier betrachte, dann war das einfach nur super geil. So etwas hätte es bei uns früher auch schon geben müssen. Das sind Erlebnisse, die die Kinder nie mehr vergessen“, sagte Kircher, der anfügte: „So ein Turnier schweißt sämtliche Klassen mit allen Eltern richtig zusammen. Die sind alle während des Turniers wahnsinnig gut mitgegangen.“ Heute Abend bestreiten die Neuseeländer übrigens noch ein Abschlusstraining und danach geht es zur gemeinsamen Feier.

Enges und ausgeglichenes Turnier

Dass nicht nur der Sieg zählt, zeigt das Beispiel der Fliedetalschule. Als Slowakei ins Rennen gegangen, blieb am Ende nach verlorenem Siebenmeterschießen gegen Südkorea nur Rang acht. „Das macht aber nichts. Wir hatten schließlich in der Vor- und Zwischenrunde das nötige Glück, das uns diesmal gefehlt hat. Aber auch das ist wichtig für die Spieler. Man muss auch das Verlieren lernen“, bemerkte Trainer Elmar Heil.

Wie sehr taktiert wurde, zeigt ein Blick auf die Tore von gestern – es gab nämlich nur sehr wenige. Insgesamt trafen die Spieler 17 Mal in 16 Spielen ins Schwarze. In der Gruppe A fielen sogar nur ganze fünf Treffer. „Daran kann man genau sehen, wie eng und ausgeglichen es zugegangen ist“, bilanzierte Elmar Heil.

Von unserem Mitarbeiter
Ralph Kraus


Statistik
Frankreich - Südkorea 1:0 // Tor: Moritz Felzmann.
Brasilien – Mexiko 0:1 // Tor: 0:1 Jan Gutberlet.
Slowakei – Japan 0:1 // Tor: Nils Weisbeck.
Neuseeland – Chile 0:0.
Frankreich – Mexiko 0:1 // Tor: 0:1 Michael Klassen.
Südkorea – Brasilien 0:5 // Tore: 0:1 Gianluca Möser, 0:2 Kimberly Müller, 0:3 Gianluca Möser, 0:4 Linus Wittke, 0:5 Gianluca Möser.
Slowakei – Chile 0:1 // Tor: 0:1 Hendrik Heuring.
Japan – Neuseeland 0:1 // Tor: 0:1 Phillip Illichmann.
Mexiko – Südkorea 2:0 // Tore: 1:0 Silvio del Signore, 2:0 Silvio del Signore.
Brasilien – Frankreich 0:2 // Tore: 0:1 Julian Parzeller, 0:2 Yannik Schenkel.
Chile – Japan 0:0.
Neuseeland – Slowakei 0:0.

Halbfinale
Mexiko – Chile 0:0, 3:5 n. Siebenmeterschießen // Tore im Siebenmeterschießen: 0:1 Marc Zentgraf, 1:1 Fabian Hutfleß, 1:2 Janne Hoffmann, 2:2 Jan Gutberlet, 2:3 Jonas Özgör, 2:4 Dejan Milenkovski, 3:4 Maurice Maul, 3:5 Jaki Winter.
Neuseeland – Frankreich 2:0 // Tore: 1:0 Dominik Schneider, 2:0 Lucas Fleck.

Spiel um Platz 3
Frankreich – Mexiko 0:0, 3:1 n. Siebenmeterschießen // Tore im Siebenmeterschießen: 1:0 Yannik Schenkel, 1:1 Jan Gutberlet, 2:1 Julius Zink, 3:1 Moritz Felzmann.

Endspiel
Chile – Neuseeland 0:0, 3:2 n. Siebemeterschießen // Tore: 1:0 Leon Zentgraf, 2:0 Jonas Özgör, 2:1 Felix Schütz, 3:1 Dejan Milenkovski, 3:2 Oliver Bröcker.









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