KÜNZELL Die Zeit des Bewerbens, Trainierens und Wartens ist (fast) vorbei. Zum Auftakt der RhönSprudel-Mini-WM powered by Fuldaer Zeitung treffen am Dienstag in der Gruppe A Südafrika, Mexiko, Uruguay und Frankreich aufeinander.
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Zeitgleich ist auch die Gruppe B am Ball. Deren Teams werden wir in der Dienstagsausgabe vorstellen. Die Schüler der Johann-Adam-Förster-Schule Hünfeld, Ritter-von-Haune-Schule Burghaun, Grundschule Bimbach und Don-Bosco-Schule Künzell treten in Gruppe A ab 13 Uhr in der Kreissporthalle Künzell gegen den Ball – und alle haben nur ein Ziel vor Augen: die Qualifikation für die Achtelfinal-Zwischenrunde.
Uruguay
Dass die drei Gruppenspiele kein Selbstläufer werden, darüber ist sich das Team Uruguay von der Grundschule Bimbach bewusst. „Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen. Aber das hängt ja auch von den Gegnern ab. Ich hoffe, wir kommen weiter. Aber Hauptsache, wir sind dabei“, sagt Willi Budesheim, der quasi eine Bimbacher Auswahl betreut. Sechs E-Jugendliche und zwei F-Jugendliche der heimischen Spvgg hat der Trainer in seinen Reihen.
Beim Trainingsspiel gegen die Bimbacher E-Jugend bekam Budesheim einen ersten Eindruck von der Motivation seiner Mannschaft. „Da ging es ganz schön zur Sache“, berichtet der Coach. Angesichts dessen herrscht bei Uruguay Optimismus – zumal die Teilnahme an der Mini-EM vor zwei Jahren durchaus ein gutes Vorzeichen sein könnte. „Da sind wir als Polen angetreten und in die Zwischenrunde eingezogen“, erinnert sich Budesheim.
Südafrika
Das gilt auch für die Johann-Adam-Förster-Schule in Hünfeld. Unter der Leitung von Lehrerin Christl Ebert-Häßler und Referendar Joachim Weber treten acht Schüler für den WM-Gastgeber der „Maxis“ an. „Es ist wirklich toll, dass wir unser Wunschland Südafrika bekommen haben“, freut sich Ebert-Häßler. Um der „Bafana Bafana“, so der Spitzname der südafrikanischen Elf, alle Ehre zu machen, wurde eine AG fürs Training gegründet, Fußball im Unterricht thematisiert und nicht zuletzt die Fan-Utensilien entworfen. Am Dienstag werden diejenigen Schüler, die als Fans nach Künzell fahren, ab 12 Uhr vom Unterricht befreit, wie Ebert-Häßler ankündigt. Die Unterstützung auf den Rängen scheint gesichert. Und sportlich? „Wir wollen auf jeden Fall eine Runde weiterkommen – und dann wird man sehen“, sagt Ebert-Häßler.
Mexiko
Mit Fahnen in der Hand, Strohhüten auf dem Kopf und vielleicht auch entsprechend feurigem Temperament werden die Anhänger Mexikos auf der Tribüne mitfiebern. „Wir werden von unseren Fans sicher nicht im Stich gelassen“, weiß Mario Hutfleß. Der Trainer der F-Junioren hat die Betreuung der Auswahl der Ritter-von-Haune-Schule (Burghaun) übernommen. Seine Schützlinge stammen durch die Bank aus F- und E-Jugend von Rot-Weiß Burghaun. „Bis auf einen Spieler habe ich alle trainiert“, berichtet Hutfleß. Wird die große Vertrautheit Mexikos großes Plus? Der Trainer jedenfalls setzt darauf: „Die mannschaftliche Geschlossenheit soll unsere Stärke sein. Die Zwischenrunde ist unser erstes Ziel, dann setzen wir uns neue.“
Frankreich
„Wir sind heiß und motiviert für Dienstag“, sagt Manfred Kropp, seines Zeichens Nationaltrainer der „Equipe Tricolore“, wie der Volksmund die französische Auswahl nennt. Während die echte Nationalmannschaft von Raymond Domenech trainiert wird, betreut Kropp die Fußballer der Don-Bosco-Schule in Künzell. Und die Nachwuchskicker wollen am Dienstag nicht enttäuschen – nicht vor heimischer Kulisse. „Wir haben ein Heimspiel und gehen mit großen Hoffnungen in die Partien“, sagt Kropp, Lehrer an der Don-Bosco-Schule, Stützpunktrainer und Obmann für Schulfußball im Kreisjugendausschuss. Unterstützung bei der Sichtung bekam er von Timo Zentgraf, Betreuer der Künzeller E-Junioren.
Jetzt coacht Kropp eine Mannschaft, die aus einem Künzeller und einem Bachrainer Block besteht. Zuvor galt es aber, Trost zu spenden für die Nicht-Nominierten. „Es hat schon ein paar Tränen gegeben. Aber ich habe den Kindern gesagt, dass das ein Bundestrainer auch machen muss, auch der von Frankreich“, erzählt der Trainer. Vor diesem Problem standen alle Betreuer, die eine Auswahl treffen mussten. Aber am Dienstag um 13 Uhr sind hoffentlich alle Tränen getrocknet. Denn Spieler brauchen Fans.
Von unserem Volontär
Folko Damm
Veröffentlicht am 07.02.2010 22:21 Uhr Zuletzt aktualisiert am 07.02.2010 22:21 Uhr